Ausstellung „Lust auf Zukunft“ gibt Tipps für vorurteilsfreie Berufswahl

Von: han
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Hoffen alle auf ein reges Interesse bei den jungen Leuten, die sich beruflich orientieren möchte. Die Ausstellung in der Sparkassen Düren zeichnet verschiedene Wege vor. Foto: Schmitz

Düren. Bis zum 25. April ist in der Schalterhalle der Sparkasse Düren eine Ausstellung zu sehen, die sich besonders an Jungen und Mädchen zwischen 12 und 15 Jahre nrichtet und auf der Suche nach einer beruflichen Orientierung sind.

Wer „Lust auf Zukunft“ hat, wie es der „Hausherr“ und Sparkassenvorstandsvorsitzender Professor Dr. Herbert Schmidt formulierte, sollte den Weg in die Schalterhalle finden. Allgemeine Anregungen Tipps gibt es auf den Stellwänden, aber auch Informationen über „untypische Berufe“, die nicht dem üblichen Geschlechterbild entsprechen.

Nur zwei Erzieher

Ein Beispiel gab Dürenes Bürgermeister Paul Larue, der mit seinen Kollegen aus Jülich, Heinrich Stommeln, Merzenichs Ratsvorsitzenden Peter Harzheim und dem SPD-Landtagsabgeordneten Peter Münstermann ins Sparkassengebäude gekommen war. Bei der Stadt, so Paul Larue, arbeiteten weit über 100 Erzieherinnen, aber nur zwei Erzieher in den entsprechenden Einrichtungen.

„Die Tore des Rathauses“ möchte der Bürgermeister im übertragenen Sinne öffnen und konnte sich vorstellen, dass Mädchen auch Interesse an der „Männerdomäne“ Feuerwehr hätten.

Neugierde auf andere Beruf solle geweckt werden, präzisierte Helga Conzen vom Katholischen Bildungsforum, das in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro der Stadt Düren die Wanderausstellung initiierte als Wegbereiter und Vorbereitung auf den Girls- and Boys- Day am letzten Donnerstag im April. Jungen sollten beruflich andere Erfahrungen vor allem in sozialen, pädagogischen und pflegerischen Berufen machen können, gab die stellvertretende Landrätin sowie Gila Knorr und Christina van Essen vom Frauenbüro sowie Peter Junker vom Jugendamt der Stadt die Zielsetzung vor.

Die Angebote richten sich an Mädchen und Jungen der Klassen 9 und 10. Berufe werden aufgelistet, in das jeweils andere Geschlecht „unterrepräsentiert“ ist. Dies bedeutet, nach den Aussagen der Veranstalter, dass Mädchen am Girls’ Day vornehmlich in mädchenuntypische Bereiche (Technik, Naturwissenschaften, IT und Handwerk) hinein- schnuppern und Jungen dagegen Einblicke in die Berufe aus den Bereichen Pflege, Soziales und Erziehung bekommen sollen.

Alle hoffen, dass die jungen Leute auch die Ausstellung besuchen werden. Etwas konkret vor Augen zu haben, sei immer noch etwas anderes, als „virtuelle Erfahrung“ glaubt Christina van Essen.

„Präzises Bild malen“

„Sich mit der Zukunft auseinander zu setzen“, hatte schon zu Beginn Professor Dr. Herbert Schmidt gemeint. Wichtig wäre es, sich ein „präzises Bild zu malen von dem, was man überhaupt nicht wollte, sich eventuell vorstellen könnte und was realitätsbezogen auf das eigene Ich umzusetzen möglich ist“. Einen Tipp, den der Vorstand als Schüler erhalten habe, als er noch Realschüler war. Die Realschule hätte, wie es der Name schon sage, auf die „Realität vorbereitet“. Und die Lehrer hätten ihm dann den weiteren Weg gewiesen.

Die Ausstellung in der Hauptstelle der Sparkasse Düren in der Schenkelstraße ist bis zum 25. April während der Schalterstunden geöffnet.

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