Düren - Ausstellung in Marienkirche: Welche Farbe hat der Missbrauch?

Ausstellung in Marienkirche: Welche Farbe hat der Missbrauch?

Von: bel
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Projektleiter Jo Stein (r.) wird im Oktober dieses Jahres mit 13 Künstlern und Vertretern sozialer Netzwerke in der Marienkirche in einer Ausstellung der Frage nachgehen: Welche Farbe hat Missbrauch? Foto: bel

Düren. Fast kein Thema wurde in den vergangenen Monaten und Jahren so heftig diskutiert wie das Problem des Missbrauchs. Zahllose Missbrauchsopfer sind an die Öffentlichkeit getreten und haben von ihren Qualen erzählt. Besonders betroffen waren die Menschen von dem jahrzehntelangen Missbrauch in kirchlichen und schulischen Einrichtungen. Dort wo die Eltern glaubten, dass ihre Kinder in guten Händen seien.

Jo Stein aus Langerwehe, hat jetzt ein Projekt für Künstler ins Leben gerufen. 13 Künstler aus dem In- und Ausland wollen mit ihren Werken der Frage nachgehen: Welche Farbe hat Missbrauch?

Die erste der geplanten vier Ausstellungen soll vom 5. bis 19. Oktober in der Marienkirche stattfinden. „Die Zusage der Verantwortlichen der Pfarrgemeinde hat mich angenehm überrascht“, bekannte Stein bei der ersten Besichtung des Gotteshauses.

Neben deutschen Künstlern sind viele niederländische Kreative mit im Boot. Den weitesten Weg hat wohl Moya Purple aus Südafrika, die aber erst zur Ausstellungseröffnung im Oktober nach Düren kommen wird.

Aber nicht nur Kunstschaffende werden an dem Projekt teilnehmen, sondern auch Menschen verschiedener Netzwerke, die in irgendeiner Form gegen Gewalt und Missbrauch ankämpfen. Mit Einrichtungen auf Landes- und Bundesebene steht man in Kontakt. Das lokale Netzwerk „Goldrute“, das Migrantinnen-Netzwerk gegen häusliche Gewalt in Düren, ist schon dabei. Zur Mitarbeit bereit erklärt haben sich der „Erste Dürener Rundfunkverein und die „CityMa Düren“. Eine Zusammenarbeit mit dem Leopold-Hoesch-Museum wird angestrebt.

Einige der Künstler machten sich jetzt ein erstes Bild von den Ausstellungsräumen in der Marienkirche, in denen sie in einigen Monaten ihre Gemälde, Installationen, Fotografien, Skulpturen und Videoleinwände einbauen, stellen und hängen werden.

Wer sich an dem Projekt in irgendeiner Form beteiligen möchte oder Fragen hat, kann das im Internet unter www.jo-stein.com/portfolio tun.

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