Heimbach - Ausstellung „Graphic Novel“: Spaß für alle Generationen

Ausstellung „Graphic Novel“: Spaß für alle Generationen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Ausstellung „Graphic Novel“, die am Sonntag in Heimbach eröffnet wurde, zeigt bildhaft gewordene Novellen, ...
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... die sich etwa dem Leben großer Maler, Literaten, aber auch der Sichtweise der Mona Lisa widmen.
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Landrat Wolfgang Spelthahn (links) begrüßte bei der Ausstellungseröffnung auf Burg Hengebach zahlreiche Besucher. Foto: gkli

Heimbach. Madrid, Paris, Lüttich, Heimbach – diese Auflistung ging Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) wie Buttercreme über die Zunge. Spelthahn hielt eine Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung „Graphic Novel“, die derzeit in der Internationalen Kunstakademie in Heimbach gezeigt wird.

Tatsächlich reiht sich die Schau mühelos in die großen Ausstellungen ein, die es in den vergangenen Jahren in Europa gegeben hat. Auch reiht sie sich in die Serie der namhaften Ausstellungen ein, die seit 2011 in der Akademie gezeigt werden und die bereits Werke von James Rizzi, Janosch, Charles Fazzino, Otmar Alt und Herb Schiffer auf dem Zettel hatten.

Spelthahn musste schmunzeln, als er sagte: „Diesmal haben wir es sogar geschafft, Bücher aufzuhängen“, denn bei „Graphic Novel“ handelt es sich um Comics in Heft- und Buchform. Zur Entstehung der Veranstaltung sagte der Landrat: „Glück und Kontakte spielten eine Rolle. Der Politiker Bruno Voss brachte das Ganze bereits im vergangenen Jahr auf den Weg und stellte den ersten Kontakt zu Sammler und Künstler Uwe Ostermann her.“

Ostermann lebt in Köln und im Kreis Düren, die Chemie zwischen ihm und dem Leiter der Akademie, Prof. Frank Günter Zehnder, stimmte laut Spelthahn sofort. Zehnder brachte, damals noch Chef des Rheinischen Landes-Museums in Bonn, bereits 1996 eine vielbeachtete Comic-Ausstellung mit dem Titel „WOW! 100 Jahre Comics. Die Originale.“ auf den Weg.

In Heimbach nun sind rund 100 Exponate zu sehen, mal werden die Cover, mal ausgewählte Innenseiten gezeigt – immer begleitet von einer schriftlichen Erklärung des Gezeigten und vom Hintergrund. Die Band „The Man in the Crowd“ umrahmte die Vernissage hörenswert musikalisch.

Die Macher der Schau sind sich einig: „Die Ausstellung ist absolut sehenswert für alle Generationen.“ Uwe Ostermann begab sich auf die Spuren des Gezeigten, er ging unter anderem der Frage nach: „Was ist überhaupt eine Graphic Novel?“ Dazu erzählte er: „In unserer Lieblingsbücherei hinter dem WDR in Köln rief ich kürzlich begeistert aus: ,Mensch, ihr habt ja auch Comics!‘ Worauf mich die Bibliothekarin rügte: ,Das sind Graphic Novels.‘“

Im Gegensatz zu Geschichten von Micky Mouse, Asterix, Batman und Rittern handelt es sich bei Graphic Novels um grafisch dargebotene Novellen, also um eine Erzählung, die als Schwerpunkt das Bild unmittelbar mit dem Text verbindet. Ostermann: „Es ist bildhaft gewordene Literatur.“

Da findet sich Biografisches, Historisches und immer Kluges. So geht ein Heftchen der Frage nach: „Was und wen sieht die Mona Lisa im Laufe ihrer Zeit alles im Louvre?“

Die Ausstellung „Graphic Novel“ wird noch bis Sonntag, 10. September, in Heimbach in der Internationalen Kunstakademie, Hengebachstraße 48, täglich zu sehen sein.

Die Öffnungszeiten sind montags bis mittwochs sowie freitags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr. Hinzu kommt eine Sonderveranstaltung: Am Donnerstag, 31. August, wird Comic-Kenner Andreas C. Knigge in der Internationalen Kunstakademie in Heimbach einen Vortrag zur Bildkunst halten. Spelthahn dankte unter anderem den Köpfen der Lit.eifel, Margareta Ritter und Helmut Lanio, die die gesamte Aktion, wie viele weitere Helfer ebenfalls, tatkräftig unterstützen.

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