Düren - Ausstellung: Ein Bruch als Durchbruch der Kreativität

Ausstellung: Ein Bruch als Durchbruch der Kreativität

Von: Jana Peterhoff
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Angelika Busch stellt in der Fabrik Becker & Funk bis Anfang Januar Kunstwerke zum Thema „Wenn die Stimmung Farben trägt“ aus. Foto: Jana Peterhoff

Düren. „Welche Farbe hat die Welt?“ Mit dieser Frage in Form eines Liedes war die Künstlerin Angelika Busch selbst an der Eröffnung ihrer Ausstellung beteiligt. Ein Lied, das wie ein Sinnbild für ihr schöpferisches Dasein steht, denn ihre Bilder zeugen von einer liebevollen Suche danach.

Ihr Sohn, Dominik Probert, begleitete sie an der Gitarre, sang italienisch und mit „Ich weiß, was jetzt Liebe ist“ bereicherte er alle Male die Vernissage. Auch die Sängerin Lilli Collet erfüllte den Raum zwischen den Kunstwerken und den Gästen.

Die Künstlerin sagt über sich selbst: „Von Hause aus Mensch, Ergotherapeutin von Beruf, Künstlerin aus Berufung“. Die Anzahl der Gäste auf der Vernissage war groß. Kollegen, Freunde und sogar Facebook-Freunde waren gekommen, um die Künstlerin zu begrüßen und ihre Werke zu bestaunen.

Ein unendlicher Schöpfungsdrang begleitet sie seit ihrer Kindheit. Die Fantasie wich ihr nicht von der Seite. Die grauen Fassaden des Lebens wollte sie mit leuchtenden Farben übermalen, den Himmel am liebsten mit bunten Luftballons füllen. Plötzlich aber war alles im Leben der schon erwachsenen Frau nicht mehr schön und weniger bunt.

Ein Bruch, den sie als Durchbruch ihrer Kreativität verstand und nutzte. Sie begann ihre gestörte Welt so zu malen, wie sie diese haben wollte, wie sie hätte sein können. Bunte Farben, mutige Visionen, heitere Gedanken traten nach vorne und übermalten das nicht so Schöne. Die Malerei wurde zu ihrer Heilquelle. Ein Lieferant an lebensspendender Energie. Die Kreativität bestimmte ab dann Ihren Alltag.

Die Motive, die Technik und die Farben für die Bilder schöpft die Malerin aus ihrem Inneren. Die Kunstwerke entspringen aus der Seele. „Lebenskelche“, „Der unaufhaltsame Abbauprozess des Schönen“, „Zuflucht“, „Stadtmenschen“, „Flair des Südens“, „Wächter des Universums“ heißen einige der großformatigen, bunten, viereckigen Stücke ihrer Schöpfungskraft.

Kaffeepulver

Sie malt mit Acryl. Aber auch mit Kaffeepulver, wenn es der Künstlerin danach ist. Sie „malt“ aber auch mit Alltagsgegenständen, mit Naturmaterialien und mit Lebensmitteln. Angelika Busch kombiniert mutig. Sie bringt Objekte, Zeichnungen und Sprüche in überraschende Verbindung miteinander. Sie zaubert Stimmung und Freude mit dem, was grade da ist: Sandwich, Kaffee, Perlenketten, Blätter, Blüten und vieles mehr.

Die smarten Miniaturen zaubert sie im Nu. Jeden Tag eine neue. Auf Facebook werden sie gepostet. „Sie sind mein Highlight jeden Morgen“, erzählt Margret Schotte aus Düren. „Guten-Morgen-Kritzeleien“ nennt die Künstlerin diese sehenswerten Zeichnungen. Ohne den geringsten Ehrgeiz. Sondern mit einer feinen Leichtigkeit und ehrlichem Blick.

Die regional bekannte Malerin und Experimentier-Künstlerin hat weder Malkurse noch ein Kunststudium absolviert. Ihre farbenfrohen Botschaften, ob kleine Skizzen oder großformatige Acryl-Aussagen, kommen gut an. Die bedingungslose Existenz der Kunstwerke und ihre, frei von Erwartungen, aussagekräftige und lebensbejahende Präsenz heilen vielleicht auch deren Betrachter. „Wenn die Stimmung Farben trägt“ heißt die Ausstellung der Künstlerin Angelika Busch, die für zwei Monate in der Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker&Funck“ präsentiert wird.

Die Ausstellung ist an den Wochenenden bis zur Finissage am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr, zu besichtigen.

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