Ausstellung der „Treppe“: feingliedrige Figuren aus Holz

Von: de
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Die Perspektive täuscht etwas: Die von Ulrich Görtz geschaffene Holzfigur ist nur wenige Zentimeter hoch. Auch die Collagen von Andreas Schmidt sind recht kleinformatig. Foto: Dietmar Engels

Kreis Düren. Wer zu Lebzeiten des renommierten Galeristen Lutz Rohs häufiger in dessen Galerie in der Yorckstraße 3 zu Gast war, wird die Namen kennen: Ulrich Görtz aus Köln und Andreas Schmidt aus Stuttgart haben dort wiederholt ausgestellt – mal einzeln, mal auch zusammen. Jetzt kommen sie zurück in die Galerie, die seit einiger Zeit von der Initiative „Die Treppe“ weitergeführt wird.

Am Samstag, 9. November, 19 Uhr, wird ihre gemeinsame Ausstellung eröffnet. Ulrich Görtz schnitzt feingliedrige Figuren aus verschiedenen Hölzern. In der Ausstellung, die bis zum 19. Januar dauert und mittwochs bis freitags von 16 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr geöffnet ist, stehen die kleinen Figuren auf dem einem Holztisch, den der Künstler eigens für die Ausstellung geschaffen hat.

Stühle laden die Besucher ein, sich die kleinen Holzskulpturen in aller Ruhe genau anzuschauen. Das lohnt sich, denn Ulrich Görtz investiert viel Zeit und Arbeit in die Figuren. Besagter Tisch ähnelt und Art einer Werkbank, wie der Künstler sie auch in seinem Atelier verwendet.

Görtz: „Bei der Arbeit zeigte sich, dass Figuren eine besondere Gegenwart haben, wenn sie sich auf der Werkbank befinden. Sie stehen für sich, sind aber nicht allein. Bezüge bauen sich auf, ohne eine Geschichte zu erzählen“. Etwas abseits steht eine einzelne kleine Figur auf einem Stativtisch, dessen Höhe variabel ist. Alle ausgestellten Figuren sind schmale, schlanke Gestalten.

Andreas Schmitz ist in erster Linie durch seine Landschaftsbilder aus der Bergwelt bekannt geworden ist, widmet sich seit Kurzem der Collage. Der Stuttgarter Künstler: „Stets bewundere ich die Fähigkeit anderer Künstler, ihre Arbeiten zerstören zu können und daraus wieder etwas Neues zu erschaffen. Mit dem Stilmittel der Collage bin ich diesem Geheimnis am direktesten auf der Spur. Gegensätzliche Fragmente beginnen, miteinander zu reagieren. Im Idealfall finden sie zueinander und bekommen eine Bedeutung, die ein Künstler nicht hätte erfinden können.“

In viele der in der Dürener Galerie ausgestellten, kleinformatigen Collagen haben sich Bergmotive „eingeschlichen“, wie Schmidt selbst sagt – „aus alter Gewohnheit“, wie er ergänzt.

Lesung zum Abschluss

„Da sein“ ist die Ausstellung der beiden Künstler betitelt. Sie sind bei der Eröffnung am Samstag anwesend, so dass die Besucher Gelegenheit haben, mit Ulrich Görtz und Andreas Schmidt Gespräche zu führen.

Auch zur Finissage am Sonntag, 19. Januar, ab 11 Uhr, kommen die Künstler in die Galerie „Treppe“. Die Abschlussmatinee ist mit einer Lesung des Kölner Buchautoren Bernd Imgrund verbunden. Er hat sich vor allem durch Romane, aber auch „alternative“ Reiseführer einen Namen gemacht.

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