Nideggen - Ausstellung: Afrikanische Lebensart im Dürener Tor

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Ausstellung: Afrikanische Lebensart im Dürener Tor

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Raphael Adjetey Adjei Mayne, Künstlername Raam, malt unter anderem großformatige Bilder, die Szenen des schwarzen Kontinents zeigen. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. „Ich male, weil ich malen muss!“ Raphael Adjetey Adjei Mayne, Künstlername Raam, muss über diesen Satz nicht lange nachdenken. „Meine Gefühle drängen nach außen, und was dann entsteht, sind meine Gemälde, manchmal auch Skulpturen“, ergänzt der Maler, der im September 2013 mit seiner Frau Melanie von Ghana nach Deutschland gekommen ist.

Beide wohnen sie seit Monaten in Düren. Hier hat der Ghanaer erfolgreich Integrationskurse besucht, hat Deutsch gelernt und recht bald eine Arbeit gefunden. In Ghana hatte er vier Jahre lang Kunst und Design studiert.

Die Werke in den Ausstellungsräumen des Dürener Tors in Nideggen zeigen zwei Seiten von Raam: groß- und mittelformatige Bilder, bis auf den letzten Zentimeter voll mit verschiedenfarbigen Quadraten von je zehn Zentimetern Seitenlänge. In den Quadraten leuchten bunte Symbole für Schönheit, Königliches, Kraft und Stärke, um nur einige wenige zu nennen.

In Ghana zieren solche Symbole auch heute oft noch die Häuser. Sie sollen dort dank ihrer Symbolkraft ihre jeweiligen „Aufgaben“ in Form von Wünschen erfüllen. Raam weiß keinen Künstler, der diese Symbolbilder auf diese Weise in Kunst umsetzt. Die Art und Weise: normaler ghanaischer Kleiderstoff wird auf Leinwand aufgebracht und dann in mühsamer Kleinarbeit bemalt.

Somit hätte der Maler mit dieser Technik für sich ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Die andere Abteilung von Raams Kunstwerken nehmen große Strandbilder ein, bunt und voller Lebensfreude.

„Der Künstler holt mit diesen Gemälden aus purer Lebensfreude ein Stück seiner Heimat Ghana nach Deutschland“, interpretierte Margit Göckemeyer, Bürgermeisterin von Nideggen, in ihrer Laudatio die riesigen Werke, die jedem Betrachter ein freudiges Lächeln abringen. Raam kann und möchte seine Heimat nicht verleugnen.

Raphael Adjetey Adjei Mayne hat in Ghana in der Nähe des Strandes gewohnt, war an die Weite des Meeres, die strahlende Sonne und den warmen Sandstrand gewöhnt. Den Strand sieht er vor seinem geistigen Auge, wenn nicht gerade Fotos diese Aufgabe übernehmen: Der Künstler sieht ein Meer von Sonnenschirmen, eine große Flotte von Booten. Dazwischen Menschen, oft Touristen, die sich beschäftigen.

Derartigen Strand, afrikanisches Licht und afrikanische Wärme gibt es in Deutschland ja so nicht. Raam muss sie sich immer wieder mit seinen Gemälden nach Hause holen. Auch möchte er den Menschen in seiner neuen Heimat ein Stück Afrika vermitteln und sie mit seiner bunten Kunst zu erfreuen.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste während der Ausstellung von der Vorsitzenden des Kunst- und Museumsvereins Nideggen, Muna Götze.

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