Außerordentlich brutale Schläger sind noch nicht gefasst

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Kreuzau. Die Polizei sucht dringend Zeugen für zwei brutale Überfälle am Rosenmontag in Kreuzau im Umfeld der Festhalle am Windener Weg. Die Folgen für die Opfer sind noch nicht verheilt.

„Ich lag da zusammen gekauert und habe von überall Tritte kassiert“, berichtete ein 19-Jähriger aus Kreuzau vor kurzem in seiner Vernehmung. Der junge Mann hatte am Abend des 3. März (Rosenmontag) nach 19.30 Uhr, das Pech und war auf dem Weg zur Festhalle den Tätern begegnet, die offenbar aus reiner Lust am Zuschlagen zur grundlosen Provokation ansetzten.

Weder seine Begleiter noch er selbst konnten es schließlich verhindern, dass er nach reichlichem Vorgeplänkel von einer großen Personengruppe umzingelt und schließlich von mehreren gleichzeitig geschlagen und getreten wurde.

Junge Täter

Die Täter rannten anschließend davon. Es soll sich im um jugendliche und heranwachsende Männer handeln, die der Beschreibung nach möglicherweise türkischer Herkunft sind. Zudem trat als einer der Haupttäter aus dieser Gruppe aber auch ein dunkelhäutiger Jugendlicher mit möglicherweise afrikanischer Abstammung in Erscheinung. Der verletzte 19-Jährige wurde später unter anderem mit einer Schädelprellung ambulant im Krankenhaus behandelt.

Noch deutlich schwerer erwischte es dann gegen 21.50 Uhr einen 48 Jahre alten Mann aus Kreuzau. Der hatte vor der Festhalle mitbekommen, dass ein ihm persönlich nicht bekannter „blonder Jugendlicher“ von einer Gruppe ausländisch erscheinender Heranwachsender aggressiv bedrängt wurde. Als der Kreuzauer dann lediglich schlichtend eingriff, kassierte er dafür eine Quittung, die brutaler nicht hätte sein können.

Schläge und Tritte

Mehrere der jungen Männer fielen über ihn her. Dabei wurde er von der Tätergruppe geschlagen und getreten. Nachdem die Schläger geflüchtet waren, musste der 48-Jährige durch den Rettungsdienst erstbehandelt werden. Im Rahmen einer späteren stationären Versorgung in einer Uniklinik musste dem Verletzten unter anderem operativ eine Platte im Gesicht eingesetzt werden, die er lange Zeit tragen muss.

Die Polizei führt intensive Ermittlungen nach den Beteiligten durch. Noch steht nicht fest, ob es sich bei beiden Delikten um die selben Täter gehandelt hat. Möglicherweise haben die Täter sich später mit ihren Taten gebrüstet.

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird eindringlich gebeten, sich bei der Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 02421/949-6425 oder unter dem Notruf 110 zu melden.

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