Vettweiß - Ausnahmegenehmigung für die Hauptschule Vettweiß

Ausnahmegenehmigung für die Hauptschule Vettweiß

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:

Vettweiß. Die Bezirksregierung Köln hat der Gemeinschaftshauptschule Vettweiß die Bildung einer Eingangsklasse erlaubt. Damit ist der Fortbestand der Schule für ein Jahr gesichert.

Den Hauptschulen in Kreuzau und Nörvenich erteilte die Bezirksregierung eine Absage.

Für das Schuljahr 2011/12 hatten sich in Kreuzau sechs Kinder, in Nörvenich neun Kinder und in Vettweiß elf Kinder angemeldet. In allen drei Fällen liegen die Anmeldezahlen unter den gesetzlich geforderten 18 Schülern. „Eine sinnvolle Unterrichts- und Lehrerversorgung ist so nicht mehr gewährleistet”, begründete Christina Köntje die Entscheidung. Um vor Ort jedoch ein Schulangebot für „die hauptschulinteressierten Kinder zu eröffnen”, werde der Schule mit den stärksten Anmeldezahlen erlaubt, eine Eingangsklasse zu bilden. Vettweiß liege zudem auch geografisch „in der Mitte”.

„Schulen und Schulträger in Nörvenich und Kreuzau werden die Eltern hinsichtlich des Schulangebots beraten”, teilte die Bezirksregierung mit. Die Entscheidung, wo sie ihre Kinder anmelden, liege bei den Eltern. „Sie haben nun die notwendige Klarheit”, betont Christina Köntje. Alle drei Schulträger waren an den Gesprächen in Köln beteiligt.

„Die Entscheidung ist nur für dieses Jahr gefallen”, betonte Christina Köntje. Im kommenden Schuljahr müsse angesichts der Anmeldezahlen neu entschieden werden. Die Zahlen dürften allerdings „ein Signal ein”. „Der im Juni erwartete Schulentwicklungsplan für den Kreis Düren wird für die künftige Gestaltung der Schullandschaft entscheidende Hilfe leisten”, ist Christina Köntje überzeugt. Die einzelnen Zukunftsaussichten der drei Schulstandorte wolle sie nicht kommentieren.

„Für die Vettweißer Hauptschule ist das eine positive Nachricht”, sagte Dr. Hans Rainer Wollseifen (CDU), der Vorsitzende des Vettweißer Schulausschusses. Die Entscheidung sei eine Chance, den Schulstandort zu stärken. „Es muss uns nun gelingen, die Eltern in Nörvenich und Kreuzau davon zu überzeugen, ihre Kinder bei uns anzumelden”, sagte Wollseifen der DZ. Aufgabe der Verwaltung sei es, Möglichkeiten einer Kooperation auszuloten, und auch das Thema Schülerspezialverkehr müsse verhandelt werden. „Natürlich ist uns klar, dass wir in Konkurrenz zu anderen Kommunen stehen”, sagte Wollseifen. Vettweiß müsse „schnell sein, damit wir die Kinder nicht verlieren”.

„Theoretisch ist die Wahl der Bezirksregierung richtig”, sagte Nörvenichs Bürgermeister Hans Jürgen Schüller der DZ. In der Praxis bezweifle er aber, dass die Vettweißer Schule nun sehr starken Zulauf bekommen werde. „Wie Nörvenich ist auch Vettweiß eine Flächengemeinde. Die Eltern schicken bei uns auch nicht alle Kinder in den Zentralort”, sagte Schüller.

Die Angebote aus Düren, Zülpich und Erftstadt seien nicht wegzudiskutieren. Auch eine Kooperation stelle auf Dauer keine Lösung dar. „Wir müssen die Entwicklungen akzeptieren und auch von Standorten Abschied nehmen”, sagte Schüller.
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