Ausgebrannte Müll-Lagerhalle soll bis Herbst neu gebaut werden

Von: Jörg Abels
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Die Anfang September komplett ausgebrannte Müllrotte im Entsorgungs- und Logistikcenter soll neu gebaut werden. Foto: Abels

Hürtgenwald-Horm. Auch in Zukunft soll Hausmüll aus dem südlichen Kreis Düren und aus dem Süden der Städteregion Aachen im Entsorgungs- und Logistikcenter (ELC) der AWA in Horm zwischengelagert werden, bevor er in der Müllverbrennungsanlage (MVA) Weisweiler entsorgt wird. Dies bestätigte AWA-Pressesprecher Michael Uhl am Donnerstag auf Nachfrage.

Nach dem Großbrand Anfang September, bei dem insbesondere die 3000 Quadratmeter große Halle der sogenannten Rotte komplett zerstört wurde, hatte die AWA Entsorgung GmbH hinter vorgehaltener Hand noch eine Verlagerung an einen verkehrstechnisch günstigeren Standort in der Region in Erwägung gezogen. Diese Überlegungen aber gehören der Vergangenheit an.

Ausschlaggebend waren versicherungstechnische Fragen, erklärte Uhl. „Die Versicherung zahlt nur dann die komplette Summe, wenn wir im gleichem Umfang eine neue Halle errichten.“ Und weil der Schaden neuwertig ersetzt wird, steht eine Entschädigung im Raum, die sich Richtung fünf Millionen Euro bewegen soll.

Noch sind die Verhandlungen mit der Versicherung nicht abgeschlossen, so dass die AWA mit dem Abriss der ausgebrannten Halle, aber auch mit Arbeiten im Umfeld noch warten muss. „Wir gehen aber davon aus, dass wir in ein bis zwei Monaten beginnen können.“

Bis zum Herbst soll dann die neue, optimierte Rotte fertiggestellt sein, die wieder eine Kapazität von 3000 Tonnen haben soll. Auch sie soll wieder als Zwischenlager und Puffer für die MVA dienen, erklärt Uhl. Die Trocknung des Mülls soll zudem für eine Gewichtsreduzierung sorgen.

Bis der Neubau steht, muss der Hausmüll weiterhin direkt von der Sammlung in den Ortschaften zur MVA gebracht werden. Die dadurch entstehenden höheren Transportkosten werden ebenfalls über eine Versicherung aufgefangen. Vorübergehend eine Ersatzlagerhalle anzumieten, sei genehmigungsrechtlich nicht möglich gewesen, erklärte Uhl.

Trotz des immensen Schadens sei man bei dem Großbrand noch glimpflich davongekommen. Zum Glück habe die Mauer zum angrenzenden Papierlager dem Feuer standgehalten, blickt Uhl zurück. Die Frage nach der Ursache werde man abschließend nicht genau beantworten können. AWA und Polizei gehen aber weiterhin von einer Selbstentzündung aus.

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