Kreis Düren - Ausbau der U3-Betreuung geht in die nächste Runde

Ausbau der U3-Betreuung geht in die nächste Runde

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U3 betreuung
973 neue Kita-Plätze für Kleinkinder wurden im Kreis Düren geschaffen. Symbolbild: dpa

Kreis Düren. Seit dem 1. August haben bundesweit alle ein- und zweijährigen Kinder einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Wollen Eltern ihr Kleinkind betreuen lassen, muss das zuständige Jugendamt ihnen in zumutbarer Entfernung entweder einen Platz in einer Tageseinrichtung oder bei einer Tagespflegeperson anbieten.

Ohne den konkreten Bedarf am Stichtag kennen zu können – die heutigen Kleinkinder waren bei der Festschreibung des Rechtsanspruchs im Herbst 2007 noch nicht geboren – hat der Kreis Düren die U3-Betreuung ausgebaut. Beim Start in das Kindergartenjahr 2007/08 gab es nach Angaben der Verwaltung nicht einmal 50 U3-Plätze im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes, der alle kreisangehörigen Kommunen außer Düren umfasst.

Am 1. August 2013 standen nach Kreisinformationen 1042 Betreuungsplätze für Ein- und Zweijährige in den 105 Kindertagesstätten zur Verfügung. Darüber hinaus gab zu diesem Zeitpunkt weitere 429 Plätze in Tagespflege, davon 409 für U3-Kinder. Unter dem Strich wurden mit Beginn des Kindergartenjahres 2013/14 also 1451 U3-Plätze in den 14 Städten und Gemeinden angeboten.

Bezogen auf die rund 3700 unter dreijährigen Kinder erreiche das Kreisjugendamt eine Versorgungsquote von 39,2 Prozent. „Damit wurden die Orientierungsmarken des Landes NRW und des Bundes übertroffen. Sie hatten durchschnittliche Quoten von 32 beziehungsweise 35 Prozent als ausreichend erachtet“, heißt es in einer Mitteilung.

14,4 Millionen Euro investiert

Bislang wurden über 14,4 Millionen Euro aus Bundes-, Landes- und Kreismitteln für den U3-Ausbau bewilligt, davon 1.761.720 Euro aus der Kreiskasse. 973 neue Kita-Plätze für Kleinkinder wurden geschaffen. Neun Einrichtungen warten derzeit noch auf die Bewilligungsbescheide für ihre Bauvorhaben, um weitere 94 Kleinkinder aufnehmen zu können.

Landrat Wolfgang Spelthahn betont, dass viel Energie und Geld investiert worden seien: „Nicht nur weil wir dazu verpflichtet waren, sondern weil Familienfreundlichkeit eine Schlüsselrolle für die Zukunft unseres Gemeinwesens spielt.“ Klagen von Eltern hat es bisher keine gegeben.

Langfristig werden im Kreis Düren sogar bis zu 60 Prozent der ein- und zweijährigen Kinder tagsüber in professioneller Obhut sein, hat das Bonner Beratungsbüro biregio prognostiziert. Folgerichtig wird der U3-Ausbau auch nach dem 1. August 2013 fortgesetzt.

Damit nichts stockt, wird die Verwaltung dem Kreistag vorschlagen, dafür auch Kreismittel im Doppelhaushalt 2014/15 zur Verfügung zu stellen.

Den Investitionen in die Gebäude folgen höhere jährliche Betriebskosten. So steigt nach Kreisangaben die effektive Netto-Mehrbelastung des Kreises Düren – und in der Folge der Kommunen, in deren Auftrag das Kreisjugendamt tätig ist, – deutlich. Gab es 2012 noch einen Zuschussbedarf von knapp 15 Millionen Euro für die Personal- und Sachkosten der Tageseinrichtungen, so sollen es in diesem Jahr bereits rund 16,1 Millionen Euro sein. Für 2014 wird mit einem Zuschussbedarf von fast 18,3 und für 2015 mit knapp 18,5 Millionen gerechnet.

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