Aus South Carolina nach Düren: Freda Goodlet bei den Jazztagen

Von: Burkhard Giesen
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Rolf Delhougne vom Jazzclub, Manager Andreas Linke, Sparkassen-Vorstand Uwe Willner und Norbert Schmitz (von links) freuen sich mit Freda Goodlet auf das Konzert der Soulsängerin am 30. Juni auf dem Kaiserplatz. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Schubladen, sagt Freda Goodlet, seien nicht ihr Ding. Sie wolle sich musikalisch nicht festlegen lassen. Also pendelt sie: zwischen Pop und Rock, zwischen Jazz und Blues. Ihr Instrument: die Stimme. Und die kann gleichsam dunkel und rau wie warm und samtweich klingen. Gemeinsam mit ihrer fünfköpfigen Band wird Freda Goodlet am 30. Juni den Sparkassen-Abend der Dürener Jazztage bestreiten.

Pendeln muss die Sängerin auch für das Konzert. Sie stammt aus South Carolina, hat 20 Jahre in Deutschland gelebt. Seit 17 Jahren zählt sie die Schweiz zu ihrer Heimat, und selbst ein leichter Akzent macht sich in ihrer Stimme breit. Sie gilt als „die größte Soulstimme der Schweiz“, hat für Jazz-Größen wie Pee Wee Ellis, Fred Wesley und Candy Dulfer gearbeitet, hat im Chor von Inga Rumpf ebenso gesungen, wie für Al Jarreau. Ihr Manager Andreas Linke sagt es so: „Sie kann alles singen und wird auch schon mal mit Aretha Franklin verglichen.“

Sie selbst ist da bescheidener: „Ich freue mich, wieder in Deutschland aufzutreten.“ Und sie will vor allem dafür sorgen, dass ihr Auftritt in Düren „wirklich gut ankommt“. Besondere Neuerung der Dürener Jazztage in diesem Jahr: Die Konzerte am Freitag, Samstag und Sonntag auf dem Kaiserplatz werden gefilmt und per Livestream ins Internet gestellt. Norbert Schmitz, der mit Rolf Delhougne vom Dürener Jazzclub die Veranstaltungsreihe organisiert: „Das wird dem Dürener Jazz-Festival gut tun, zumal es auch das einzige in Deutschland ist, bei dem wirklich jedes Konzert für die Besucher kostenfrei ist.“

Erstmals wird der Kaiserplatz gleich an drei Tagen bespielt. Am Sonntag wird es zum Abschluss ein Konzert mit dem Tingvall-Trio geben. Das verspricht musikalische Spannung, weil die Echo-prämierte Formation aus dem schwedischen Pianisten Martin Tingvall, dem kubanischen Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo und dem deutschen Schlagzeuger Jürgen Spiegel sich von sehr unterschiedlichen Einflüssen prägen lässt. Die hochkarätige Konzert-Reihe in der Dürener Christuskirche, die sonst als gelungener Abschluss der Jazztage fungierte, wird in diesem Jahr ausfallen.

Fortgesetzt wird hingegen der Castingwettbewerb für die Vorgruppe des Sparkassenabends. 2016 hatte sich bei insgesamt drei Konzerten unter 61 Bewerbern drei Formationen durchgesetzt, die als Newcomer den Aufwärmgig vor Ron Williams bestreiten durften. In diesem Jahr wird es ein Konzert geben (am 20. Mai in der Dürener „End Art“). Eine Jury wird aus den Bewerbungen sechs Newcomer-Gruppen aussuchen, die sich präsentieren dürfen.

Der Sieger des Wettbewerbs darf dann beim Sparkassen-Abend einen 45-minütigen Auftritt hinlegen. Allerdings muss das Genre passen: Jazz, Soul, Blues, Gospel, Chansons, Country oder Folk sind gefragt. Die Bewerbung ist vom 15. Februar bis zum 30. April möglich. Alle Informationen dazu gibt es auf www.duerens-no1.com.

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