Merken - Aus Freude am Schreiben und Liebe zur Literatur

Aus Freude am Schreiben und Liebe zur Literatur

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:
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Sarah Schmitz hat den ersten Platz bei einem Schreibwettbewerb des Landtags Foto: Vallata

Merken. Das Ende der Geschichte bleibt offen. Genau so und nichts anders hat es die Autorin auch gewollt. Der Leser soll sich nämlich ruhig auch mal seine eigenen Gedanken machen - das kann im schlimmsten Fall eine Bürde sein, im besten aber eine ganz erhellende Erfahrung.

„Der Hütchenspieler” heißt die Kurzgeschichte von Sarah Schmitz, mit der die 17-jährige Schülerin des St.-Angela-Gymnasiums den Schreibwettbewerb des Landtags in der Kategorie der 16- bis 22-Jährigen gewonnen hat. Das Thema lautete „Die Wahl haben.”

Die Wahl hat auch die Ich-Erzählerin der Geschichte. Sie gerät in der flirrenden Hitze Barcelonas an einen Hütchenspieler, hin- und hergerissen zwischen der Faszination für die Fingerfertigkeit des Mannes und der Befürchtung, übers Ohr gehauen zu werden. Im Zentrum der Handlung schwebt die Frage, ob es denn überhaupt so etwas gibt wie die Freiheit zur Wahl gibt oder ob es nicht bloß um eine Illusion handelt. Als Idee zu ihrem zweiseitigen Text griff die junge Frau auf eine eigene Erfahrung zurück: einen Spanienurlaub im vergangenen Jahr, während dem sie auch auf die Glücksspieler aufmerksam geworden ist. „Selbst mitgemacht haben wir aber nicht”, schränkt Sarah ein. Dichtung und Wirklichkeit sind eben nicht immer deckungsgleich.

Gar nicht so einfach

Dass die Jury des Landtags sich für ihren Beitrag entschied, damit hätte die Schülerin der 11. Jahrgangsstufe nicht gerechnet - obwohl sie ihre Liebe zur Literatur schon vor geraumer Zeit entdeckt hat, bereits zwei Kurzgeschichten veröffentlichte und momentan an ihrem zweiten Roman schreibt. Warum ihr das so leicht fällt? Sarah zuckt mit den Schultern und sagt: „Ich schreibe eigentlich immer direkt drauflos.” Ihr größter Wunsch ist es, ein Verlag für ihre Werke zu finden. Das ist gar nicht so einfach. Aber: „Ich denke, das klappt irgendwann.”
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