Auftritt der „Backyard Band“ kommt gut an

Von: Sarah Maria Berners
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„The Backyard Band“: Maximilian Kleene, Moritz Zergiebel und Sebastian Kleene. Foto: Timo Zergiebel

Nideggen-Rath. Ihr erstes Solokonzert hatte die „Backyard Band“ bei den Dürener Jazztagen 2013. „in Harrys American Bar war es voll und die Stimmung war richtig gut“, erinnert sich Sebastian Kleene. So oder so wäre der Abend also in die Bandgeschichte eingegangen.

Aber rückblickend hat er dann doch mehr Gewicht, als die Jungs selbst gedacht hätten: Am Wochenende reisen die drei jungen Musiker für zwei Konzerte nach England. In Köln haben sie bei einem Konzert als Vorband von „Cryssis“ – einer Formation, in der „Tote Hosen“-Schlagzeuger Vom Ritchie mitmischt, auf der Bühne gestanden.

Blues und Rock‘n‘Roll

Aber springen wir noch einmal zurück zu den Jazztagen: In der Bar saß Produzent Jürgen Wirtz im Publikum und schon bald nahmen die Jungs in dessen Studio ihre erste CD auf. „Das war eine ganz tolle Erfahrung“, sagt Maximilian Kleene. 2010 haben sich die Brüder mit Moritz Zergiebel zusammengetan, um gecoverte und eigene Songs aus Bluesrock, Rock’n’Roll und Heavy Rhythm‘n‘Blues der 50er- und 60er Jahre zu spielen.

Dank eines Fans kam es im November 2013 zum ersten Gig außerhalb des Kreises Düren im Kölner Club „Blue Shell“. Wenn man sich mit den drei Jungs unterhält, fallen viele Namen, die bei vielen Menschen für große Fragezeichen sorgen. In der Musikszene sieht das aber ganz anders aus. „Blue Shell“ und Thomas Allan sind zwei solcher Namen.

„In Düsseldorf wurde Thomas Allan, auf dem Schlagzeug begleitet von Vom Ritchie, dem Schlagzeuger der ‚Toten Hosen‘“, erzählt Maximilian Kleene. Und Moritz Zergiebel ergänzt: „Der war von uns total angetan, er fand unsere Musik und unsere Show richtig gut.“ Und dann habe er die Jungs gefragt, ob sie seine Band „Cryssis“ in Düsseldorf beim Tourfinale supporten wollen.

Klar, dass die Jungs nicht lange gezögert haben. „Die meisten kennen Vom Ritchie natürlich von den ‚Toten Hosen‘“, wissen die drei Jungs. Aber sie kannten und verehrten ihn auch als Schlagzeuger von „Cryssis“.

„Und in deren Vorprogramm dürften wir in Düsseldorf vor 600 Leuten spielen“, erzählt Sebastian Kleene. Nur zehn davon – Freunde aus der Region – waren in erster Linie gekommen, um die „Backyard Band“ zu sehen. Die anderen wollten „Cryssis“ und Vom Ritchie spielen hören.

„Unsere Motivation war natürlich riesig. So eine Chance bekommt man nicht allzu oft“, sagt Moritz Zergiebel. Und ein bisschen Anspannung lag natürlich auch in der Luft. Aber der Auftritt glückte. „Danach haben wir sogar unsere ersten Autogramme gegeben und einige CDs verkauft“, erzählen die Jungs lachend. Sprachlos sind sie anschließend mit der Bahn zurück nach Düren gefahren. Immer mit dem Gedanken im Kopf: „Wahnsinn. Der Schlagzeuger der ‚Toten Hosen‘ findet uns gut.“

Die drei Jungs haben schnell gelernt, wir wichtig Netzwerken in ihrem „Business“ ist. Und jetzt führt sie dieses Netzwerk in das Vereinigte Königreich. Ein Mann aus England hat „The Backyard Band“ in einem Internet-Podcast gehört, wurde rasch zum Fan und vermittelte den Kontakt zu zwei Veranstaltern.

Am 27. September spielen die Jungs im Railway Hotel in Southend on Sea, wo schon viele ihrer Vorbilder aufgetreten sind. Am 28. September in „The Oysterfleet Hotel“, Canvey Island. Dort treten sie im Vorprogramm von „Nine Below Zero“ auf, einer bekannten Bluesrock-Band mit einer treuen Anhängerschaft.

„Das ist der Hammer“

„Es ist immer noch ein unfassbares Gefühl für uns, bei unseren Vorbildern „Nine Below Zero“ im Vorprogramm spielen zu dürfen und auch in einem der Rhythm‘n‘Blues-Pubs schlechthin spielen zu können. Hammer!“, posteten die Jungs kürzlich bei Facebook. Sie freuen sich schon auf „legendäres“ Wochenende.

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