Aufstrebende Talente zeigen reife Leistung

Von: Bruno Elberfeld
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Annette Hörle, Alt (l.) und Julia Klein, Sopran, sangen im Wechsel mit dem Jugendchor St. Anna und St. Marien „Stabat Mater”. Foto: Elberfeld

Düren. Was die Sängerinnen, die Orchestermusiker und die zwölfjährige Laida Hitaj unter dem Taktstock von Kantor Hans-Josef Loevenich den Besuchern zum Abschluss der dreitägigen Konzertreihe „Tage Junger Künstler” in der Annakirche präsentierten, war brillant.

Man hätte der Veranstaltung mehr als nur halb besetzte Kirchenbänke gegönnt.

Eine reife Leistung

Pianistin Laida Hitaj aus Albanien, zeitweise Schülerin von Musiklehrer Herbert Koch aus Langerwehe, bot beim Klavierkonzert Nr. 6 B-Dur, KV 238, von Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Dürener Kammerorchester eine professionell reife Leistung. Pianist und Mentor Koch sagte am Ende der Veranstaltung: „Als ihr Musiklehrer muss ich sagen, dass Laida eine tolle Leistung gebracht hat.”

Das sahen auch die Menschen auf den Kirchenbänken so, denn Laida wurde mit stehenden Ovationen zu einer Zugabe überredet. Waren ihr Spiel auf den weißen und schwarzen Tasten bei Mozart zart und emphatisch, ihre Bewegungen sanft und tänzerisch, so zeigte sie bei Liszts „Gnomenreigen”, dass in dem kleinen Körper Temperament aufflammen kann, wenn es notwendig ist.

Den Abschluss des Konzerts war dem Jugendchor St. Anna und St. Marien, dem Dürener Kammerorchester und den Solistinnen Julia Klein (Sopran) und Annette Hörle (Alt) vorbehalten. Passend zum Volkstrauertag „Stabat Mater” von Pergolesi (1710 - 1736) waren die einfühlsamen Stimmen der jungen Frauen des Chores und die klaren Stimmen der beiden Solistinnen.

Vorgetragen wurden die einzelnen Strophen, die das Leiden Mariens, der Mutter Jesu, unter dem Kreuz erzählen, einmal im Wechsel von Chor und Solistinnen sowie auch im gemeinsamen Singen, was dem Stück, begleitet von Streichern und Basso continuo, eine harmonische Fülle gab, die die Besucher der Annakirche begeisterte.
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