Aufnahmestopp bei der Dürener Tafel

Von: Tobias Röber
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Alle Hände voll zu tun: Die f
Alle Hände voll zu tun: Die fleißigen Mitarbeiter der Tafel bringen täglich Waren an Bedürftige. Jetzt musste ein Aufnahmestopp für neue Kunden Foto: Röber

Düren. Das hat es in inzwischen fast 15 Jahren Dürener Tafel bislang noch nicht gegeben: Es können in den Monaten Januar, Februar und März keine weiteren Kunden aufgenommen werden.

„Es geht einfach nicht”, sagt die Tafel-Vorsitzende Edith Becker und wirkt dabei verständlicherweise alles andere als glücklich. Traditionell fallen in den Wintermonaten weniger Lebensmittel für die Tafeln der Region an.

Warum das so ist, erklärt sich Edith Becker wie folgt: Viele Lebensmittel, vor allem Obst und Gemüse, das nicht in der Region wächst, sei nun teurer. Die Menschen kaufen weniger ein, also halten die Supermärkte weniger vor, und somit fällt auch für die Tafeln entsprechend weniger ab.

Gleichzeitig wollen immer mehr Kunden betreut werden. „Seit Oktober kommen immer mehr Menschen zu uns”, wundert sich Edith Beckers. 35 bis 40 neue Kunden stellen sich derzeit bei der Dürener Tafel an der Bücklersstraße vor.

Woran das liegt, weiß sie nicht. Mehr Kunden, weniger Waren - diese Rechnung funktioniert nun nicht mehr. Seit der vorigen Woche müssen neue Kunden abgelehnt werden.

Zunächst bis März. „Wir mussten diesen Schritt machen. Es geht ja auch nicht, dass die Kunden, die in einer Woche als letzte an der Reihe sind, dann kaum noch oder gar keine Waren mehr bekommen können”, erklärt Becker. Bereits im vergangenen Frühjahr stellte sich das Problem der weniger werdenden Waren. Damals entschieden die Verantwortlichen, dass die „letzte Gruppe” einen Monat lang aussetzen muss.

Zur Erklärung: Die Tafel-Kunden, die sich alle gegen Vorlage Vorlage eines Sozial-, Renten- oder Arbeitslosenbescheides ausweisen müssen, sind nach Buchstaben geordnet in Gruppen eingeteilt. Im Halbstundentakt sind die verschiedenen Gruppen an der Reihe. Um Chancengleichheit zu gewähren, wurde eine Rotation eingeführt, so dass jede Gruppe monatlich jede Uhrzeit einmal durchläuft.

Wie die Dürener Tafel solche Engpässe in Zukunft meistern will, weiß Edith Becker noch nicht. Den einen Königsweg gebe es dabei ohnehin nicht, weiß sie.

Im Frühjahr werde sich die Lage wieder etwas entspannen, hofft Becker. Die Supermärkte geben dann wieder mehr ab, zudem gibt es inzwischen guten Kontakt zu Landwirten, die die Tafel sehr gut unterstützten, sagt die Vorsitzende.

Weitere Mitarbeiter sind übrigens jederzeit gerne gesehen.
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