Aachen/Düren - Auf zweifache Mutter eingestochen: Ex-Detektiv vor Gericht

Auf zweifache Mutter eingestochen: Ex-Detektiv vor Gericht

Von: wos
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Ein 44-jähriger Dürener muss sich derzeit vor dem Aachener Schwurgericht verantworten. Symbolfoto: dpa

Aachen/Düren. Wäre der Beschuldigte nicht bereits durch die Staatsanwaltschaft als nicht schuldfähig eingestuft, dann müsste der ehemalige Detektiv Rizgar M. aus Düren mit einer Anklage wegen versuchten Mordes rechnen. So stand der 44-jährige am Donnerstag vor dem Aachener Schwurgericht, weil für ihn eine Einweisung in die Psychiatrie beantragt wird.

Nach seiner Tat vom 20. Dezember 2014 in der Arnoldsweiler Straße gilt er weiterhin als hochgefährlich.

Kurz vor Weihnachten hatte M. aus nicht erkennbaren Motiven heraus eine Familie angegriffen, die dort vom Einkauf kam und gerade in ihr Auto steigen wollte. Laut Staatsanwalt Sebastian Muhl stürzte sich Rizgar M. mit einem Messer bewaffnet gegen 12.55 Uhr auf die Mutter der Familie, die gerade die gekauften Sachen einladen und dann nach Hause fahren wollte. Anwesend waren ihr Mann und zwei Töchter im Alter von 14 und 15 Jahren.

Mit den Worten „ihr habt meine Kinder umgebracht“ soll der Beschuldigte sich mit dem nicht sehr großen Messer auf die Frau gestürzt haben. Sie wehrte sich und bekam Schnitte an der Schläfe und an der linken Hand ab. Dann aber gelang es dem Angreifer, seinem Opfer das Messer seitlich in den Hals zu stechen. Dabei brach die Klinge ab, hieß es in der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft. Der Stich  verfehlte nur um Haaresbreite die Halsschlagader, die Frau wurde mit einer Notoperation gerettet. Der Mann überwältigte den Angreifer, so dass dieser festgenommen werden konnte.

Am Donnerstag blieb es beim Verlesen der Vorwürfe gegen den 44-Jährigen, der sich allerdings bereit erklärte, beim nächsten Prozesstermin am 16. April ab 13.30 Uhr Im Aachener Justizzentrum auszusagen. Dann ist auch die Psychiaterin anwesend, die am Donnerstag nicht teilnehmen konnte.

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