Düren - Auf die Übernahme folgt die LED-Umrüstung

Auf die Übernahme folgt die LED-Umrüstung

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Präsentieren das neue Modell
Präsentieren das neue Modell der Dürener Straßenbeleuchtung (v.l): Heinrich Klocke (SWD), Wilbert Braun (DSB), Bürgermeister Paul Larue und Richard Müllejans (DSB).

Düren. Die Übergabeverhandlungen sind abgeschlossen. Die Stadt Düren hat die Straßenbeleuchtung von den Stadtwerken Düren (SWD) zurückgekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

In den vergangenen 20 Jahren hatten die SWD über 10 500 Straßenleuchten im Stadtgebiet betrieben und gewartet. Ab sofort übernimmt diese Aufgabe der Dürener Service Betrieb (DSB).

Die Stadt Düren setzt damit eine Empfehlung der Unternehmensberatung Rödl & Partner um. Diese war in ihrem 2008 vorgelegten Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass der städtische Haushalt mit der Rücknahme der Straßenbeleuchtung um mehrere hunderttausend Euro entlastet werden könnte.

Bei der Straßenbeleuchtung sah die Unternehmensberatung die Möglichkeit einer günstigeren Betriebsführung durch den DSB, auch wenn die Einsparung de facto nicht ganz so hoch ausfallen wird, wie seinerzeit berechnet, zumal die Gutachter einen Rückkaufpreis von 1,1 Millionen Euro zugrunde gelegt hatten, der bei weitem nicht ausgereicht haben dürfte. Vor Jahresfrist wurde von einer Kaufsumme von fünf Millionen Euro gesprochen.

Allerdings profitiert ein kommunaler Betrieb - und auch das hatten die Berater seinerzeit herausgestellt - bei einer Umrüstung auf die kostengünstigere Leuchtdioden-Technik (LED) von staatlichen Investitionszuschüssen in Millionenhöhe, die nur an kommunale Betreiber vergeben werden. Die Stadtwerke Düren hätten die Förderung nicht beantragen können, da die Stadt nur Minderheitseigentümer der SWD ist.

1,5 Millionen Euro Förderung

„Wir übernehmen die Straßenbeleuchtung in einem technisch guten Zustand”, versichert DSB-Geschäftsführer Richard Müllejans. Ab Mitte Januar werden rund 6000 alte Leuchten gegen Leuchten mit hocheffizienter LED-Technik ausgetauscht.

Der Bund fördert die Umrüstung mit rund 1,5 Millionen Euro. Das entspricht 40 Prozent der Investitionssumme.

„Die SWD haben mit ihrem LED-Pilotprojekt in der Heinrich-Heine-Straße sehr gute Vorarbeit für uns geleistet und gezeigt, wie gut und wartungsarm die moderne LED-Technik inzwischen ist”, lobt Müllejans.

Mit der Sanierung sollen zukünftig rund 60 Prozent der Energiekosten eingespart werden können. Neben der hohen Energieeinsparung erwartet der DSB angesichts der längeren Lebensdauer auch einen deutlich geringeren Wartungsaufwand.

„Dieses Projekt gehört zu den größten Projekten in Deutschland”, freut sich auch Bürgermeister Paul Larue. „Das Einsparpotenzial für die Stadt liegt bei über 500 000 Euro jährlich. Die Kohlendioxid-Einsparung beträgt 1250 Tonnen pro Jahr”, erklärt Larue weiter.

Derweil haben die bislang bei den Stadtwerken für die Straßenbeleuchtung zuständigen Mitarbeiter bei den SWD neue Aufgaben übernommen. Alle Arbeitsplätze sind erhalten geblieben.
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