Auf der Suche nach Flächen für Windkraftanlagen

Von: Margret Vallot
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Vettweiß. Windenergie ist in Vettweiß willkommen. Und wenn alles gut geht, dann werden zumindest bei Müddersheim an der L 33 im Herbst kommenden Jahres deutlich mehr Windkraftanlagen stehen als heute. Der Rat der Gemeinde hat ein entsprechendes Verfahren auf den Weg gebracht.

In der jüngsten Sitzung ließen sich die Politiker von zwei Mitarbeitern eines Ingenieurbüros aus Kall darüber informieren, wo im Gemeindegebiet eventuell noch Windkraftanlagen aufgestellt werden dürfen. Denn: Steht eine Gemeinde der Windenergie positiv gegenüber, so muss sie von einem unabhängigen Büro eine so genannte Potenzialanalyse machen lassen.

Zwei Konzentrationsflächen gibt es in Vettweiß bereits. Bei Müddersheim stehen seit über zehn Jahren fünf und bei Ginnick zwei Windkraftanlagen. Die Eigentümer dieser mittlerweile recht alten Anlagen sind Privatleute.

Die Fachleute aus Kall erklärten den Politikern zunächst, welche Gebiete als Standorte nicht infrage kommen. Es sind dies natürlich bebaute Flächen, zu denen ein Abstand von 1000 Metern eingehalten werden muss. Zu Gewerbegebieten, Einzelhöfen und Vogelschutzgebieten muss ein Abstand von 500 Metern und zu anderen Schutzgebieten ein Abstand von 300 Metern eingehalten werden. Verbleibende Splitterflächen, die kleiner als sieben Hektar sind, kommen ebenfalls als Konzentrationsflächen nicht infrage.

Von Uhu-Horsten müssen 1000 Meter Abstand gehalten werden. Und auch Grauammer, Wiesenweihe, die Neffelbachaue und einige Baudenkmale haben einen Anspruch auf Abstand. So ergab es sich, und das wunderte doch den ein oder anderen Ratsvertreter, dass sich in Vettweiß auf den ersten Blick nur sehr wenig Potenzial für Windräder befindet. Nämlich bei Müddersheim und eventuell bei Gladbach. Für das Gelände bei Müddersheim wurde noch in der Sitzung ein entsprechender Beschluss gefasst und das Planverfahren auf den Weg gebracht.

Die Untersuchungen werden erst im Herbst abgeschlossen. Und die beiden Fachleute, Arne Wollgarten und Karl-Heinz Schultz-Redslob, machten durchaus noch Hoffnung: Bestimmte, nach weichen Kriterien ausgeschlossene Gebiete werde man sich genauer ansehen. Da sei möglicherweise doch noch Potenzial vorhanden.

Im Rat wurde auch über die Übertragung der Gemeindekanäle auf den Erftverband gesprochen. Bürgermeister Josef Kranz hatte sich informiert und teilte mit, die Veräußerung der Kanäle sei nicht möglich, es gebe zur zeit auch keine Ausnahmeregelung. Verschiedene Politiker hatten sich ihrerseits ebenfalls erkundigt und waren zu der gleichen Einschätzung gekommen.

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