Düren - Auf der A4 anderen Pkw „ausgebremst“: Geldstrafe

Auf der A4 anderen Pkw „ausgebremst“: Geldstrafe

Von: hp
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Verdeutlicht die Macht des Richters: ein hölzerner Hammer auf der Richterbank im Schwurgerichtssaal eines deutschen Gerichts. Symbolfoto: dpa/Uli Deck Foto: dpa

Düren. Nach einem Vorfall auf der Autobahn 4 im November 2014 hatte die Staatsanwaltschaft einem 38-Jährigen aus Elsdorf wegen Nötigung, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr einen Strafbefehl zugestellt. Der Beschuldigte war damit nicht einverstanden, so dass er sich jetzt als Angeklagter vor dem Dürener Amtsgericht zu verantworten hatte.

Vielfahrer auf der Autobahn erleben die Ausgangslage des Prozesses nicht selten. Auf der linken Fahrspur ist ein Auto unterwegs, als ein nachfolgender Pkw-Fahrer mit Blinker und Lichthupe deutlich macht, das er vorbeifahren will – und zwar möglichst schnell, am besten sofort. So oder so ähnlich erging es auch einem 39 Jahre alten Handwerker aus Düren, der mit seinem Kombi vor gut zwei Jahren zwischen 18.30 und 19 Uhr auf der A4 zwischen Merzenich und Düren unterwegs war.

Der Angeklagte habe ihn rechts überholt, mit dem Pkw auf seine Spur gewechselt und dann ausgebremst. Dieses Fahrmanöver hätte sich sogar wiederholt, so dass er rechts auf den Standstreifen gefahren sei und angehalten habe, erklärte der Dürener. Der Angeklagte habe seinen Wagen schräg davor gesetzt, sei ausgestiegen, habe gegen einen Scheinwerfer getreten und laut schimpfend die Beifahrertür aufgerissen. Der Handwerker sagte aus, er sei von dem Kontrahenten danach noch bis ins Gewerbegebiet Rurbenden verfolgt worden.

Der Angeklagte schilderte die Situation weniger dramatisch. Er gab zu, rechts überholt zu haben, was er auch als Fehler einräume. Nach dem Wechsel auf die linke Spur habe er kurz aufs Bremspedal getippt. Der so Attackierte räumte Erinnerungslücken ein, er habe aber damals stark bremsen müssen. Auf Befragen versicherte er aber, er habe das Fahrzeug trotzdem jederzeit sicher führen können.

Dies bewahrte den Angeklagten vor einer Verurteilung wegen gefährlichen Eingriffs in der Straßenverkehr, was neben einer höheren Verurteilung möglicherweise auch ein Fahrverbot bedeutet hätte. Richterin Verena Neft verurteilte den Angeklagten wegen Nötigung zu 60 Tagessätzen à 15 Euro.

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