Auf den Straßen herrscht ein fröhlicher Ausnahmezustand

Von: bwp
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Im Schatten der Burg Hengebach waren am Samstag viele Fantasiegeschöpfe zu sehen. Foto: Beate Weiler-Pranter

Heimbach. Fast wie im Karneval herrschte für eine Stunde lang fröhlicher Ausnahmezustand auf den Heimbacher Straßen und Plätzen. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich kunstbegeisterte Menschen zu einem sogenanten „Flashmob“ im Stadtgebiet versammelt.

Mit ihrem bunten Treiben wollten die zahlreichen Teilnehmer die Bewerbung von Maastricht und der Euregio zur Europäischen Kulturhauptstadt 2018 unterstützen. Fantasievoll maskierte Fabelwesen trieben mit Einheimischen und Touristen ihren Schabernack, während direkt daneben eine A-cappella-Gruppe Hits wie „Sitting On The Dock Of The Bay“ anstimmte.

Klanggewaltig machte die Gruppe „intre“ auf sich aufmerksam. Mit Melanie Guthe und David Casper ließ Installationskünstler Holger Hagedorn selbstgebaute Percussion-Instrumente erklingen. Mit haushaltsüblicher Frischhaltefolie hatte das Trio Rohre und Metallreifen so oft bespannt, bis ein respektabler Resonanzboden entstand. Ganz in Weiß gekleidet legten die Künstler einen assoziativen Klangteppich aus, bei dem auch Industrie-, Schiffs- und Kirchenglocken angeschlagen wurden.

Höhepunkt der Aktion war der Stapellauf, mit dem selbstgebaute Boote auf der Rur zur möglichen Kulturhauptstadt Maastricht geschickt wurden. Aus Holz, Kork und Zweigen hatten die „Flashmob“-Teilnehmer ihre „Bo(o)t-schaften“ gebastelt. „Heimbach grüßt die Welt“, war auf einem Segel zu lesen. Rolf Heisinger von der DLRG hatte alle Hände voll zu tun, um die „Bo(o)tschaften“ auf den Weg zu bringen. Im wasserdichten Dress stand er in der Rur und schickte unter dem Applaus der Zuschauer die Schiffe auf den Weg. Mindestens neun Amateur-Kameraleute haben die Aktionen festgehalten. „In der nächsten Woche werden wir das gesamte Material zu einem Film zusammenfügen“, erklärte Bernhardine Schippers. Ab Dienstag sollen erste Sequenzen unter www.via2018.eu zu sehen sein.

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