Kreis Düren - Auf den nassen Mai hätten die Freibadbetreiber lieber verzichtet

Auf den nassen Mai hätten die Freibadbetreiber lieber verzichtet

Von: Sarah Maria Berners
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Spaß im Wasser: Die Freibäder hatten viele Gäste. Foto: Stock/Xinhua

Kreis Düren. Es war der Mai, der den Betreibern von Freibädern und Badeseen in diesem Jahr überhaupt nicht in die Hände gespielt hat. „Wir waren schon bestens vorbereitet, aber an keinem der verlängerten Feiertagswochenenden war gutes Wetter“, sagt Jörg Tobeck, der Pächter des Badesees und Campingplatzes in Echtz. Danach seien die Menschen regelrecht sonnenhungrig und das Wetter gut gewesen.

24.000 Besucher hat er am See im vergangenen Jahr gezählt. „Und dieses war weitaus besser.“ Seine Statistik ist aber noch nicht fertig. Schließlich setzt Tobeck noch auf den angekündigten Altweibersommer: „Noch hat das Wasser im Badesee 18,6 Grad.“

Klaus Schüller hat die Pforten des Dürener Badesees am 3. Juni geöffnet. Und obwohl der Mai „ganz schlecht“ war, schätzt er, dass 65.000 Badegäste den See angesteuert haben und mit dieser Besucherzahl hatte Schüller auch kalkuliert. „Vor allem in den Sommerferien war wirklich gutes Wetter“, sagt Schüller.

Zudem habe man zum Beispiel mit der Oldie-Night tolle Veranstaltungen gehabt. Die Saison hat aber nicht nur spät angefangen, sondern auch früh wieder aufgehört. Eine Woche früher als ursprünglich geplant hat der Badesee den Betrieb eingestellt.

Recht zufrieden ist man auch in der Stadt Heimbach. „Vor allem der August hat alles rausgerissen“, sagt Peter Boje von der Gemeindeverwaltung. Bis Ende Juli seien 21.000 Besucher im Freibad gewesen, alleine im August seien dann nochmal 15.000 hinzugekommen. Mit 35.000 Badegästen sei die Vorjahreszahl um 3000 getoppt worden. „Das Freibad ist auch für die Touristen, die in die Eifel kommen sehr wichtig“, weiß der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters.

10.400 Einzelkarten wurden im Freibad in Vossenack verkauft. Hinzu kommen 90 Dauerkarten. Im Vorjahr waren es nach Angaben der Gemeinde 6400 Gäste plus 110 Dauerkarten. „Vor allem haben deutlich mehr Gruppen das Freibad besucht“, erklärt Stefan Grießhaber, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters.

Besonders besucherstark ist in Vossenack der Juli gewesen (4800), im August wurden 3400 Einzeltickets verkauft. Die Zahl der Kinder ist von 770 im Vorjahr auf 2670 gestiegen, dafür waren etwas weniger Erwachsene da. „Die Einnahmesituation ist damit recht konstant“, weiß Grießhaber. An dem Zuschussbedarf des Freibades könnten die erfreulichen Besucherzahlen aber nicht viel verändern.

Das sieht auch Hartmut Assmann so, der das Freibad in Abenden betreibt. „An Zuspruch der Gäste mangelt es nicht“, erklärt der Betreiber. Aber die Kosten für den Betrieb eines Bades seien enorm hoch. Die Wetterlage in diesem Jahr beurteilt er weniger optimistisch, denn die Gut-Wetter-Phasen könnten die stark verkürzte Saison nicht auffangen.

„Wir brauchen gutes Wetter von Mai bis September“, sagt Assmann, der in diesem Jahr erstmals ohne städtische Zuschüsse auskommen muss. Er überlegt, Wohnmobilstellplätze zu etablieren, um sein Geschäft in der Eifel auf breitere Füße zu stellen.

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