Düren - Auf dem Kaiserplatz bibbern und jubeln 2500 Fans mit der deutschen Elf

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Auf dem Kaiserplatz bibbern und jubeln 2500 Fans mit der deutschen Elf

Von: Lukas Weinberger
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Kein Halten mehr: Nachdem Mari
Kein Halten mehr: Nachdem Mario Gomez das Leder unhaltbar ins portugiesische Tor gewuchtet hatte, feierten die Dürener Jogis Jungs ausgelassen.

Düren. Als sich Mario Gomez in der 72. Minute in die Luft schraubte, den Ball satt mit dem Kopf traf und unhaltbar im portugiesischen Tor platzierte, brachen auf dem Kaiserplatz alle Dämme.

Ohrenbetäubende Freudenschreie brausten auf, ausgelassen sprangen die Fans auf die Bierbänke, ballten jubelnd die Faust, Deutschlandflaggen wurden exzessiv geschwenkt und - um ein Klischee zu bestätigen - fremde Menschen lagen sich nach dem 1:0-Führungstreffer gegen Portugal freudestrahlend in den Armen.

Was die deutsche Nationalmannschaft angeht, hat sich in den vergangenen beiden Jahren nichts geändert. Zumindest was die Fans in Düren angeht: Die Nationalmannschaft begeistert - auch wenn es einmal ein wenig schleppend läuft. Nach dem Sieg am Samstagabend im ersten Spiel der Europameisterschaft gegen Portugal herrschte beim „Public Viewing” auf dem Kaiserplatz purer Freudentaumel.

Zuvor wurde mitgefiebert, bei vergebenen Chancen wurden sich die Haare gerauft und gleich wieder aufmunternder Applaus gespendet. Gute Aktionen der Deutschen - vor allem wenn wieder einmal eine gelungene Abwehraktion von Mats Hummels, den die fachkundigen Dürener schnell auch als ihren Spieler des Spiels ausgemacht hatten, über die große Leinwand flimmerte - wurden frenetisch bejubelt. Schon bei der Eröffnung und Verkündung der Aufstellung durch „Public-Viewing”-Organisator Gerhard Suhr, Dürens ersten Bürger und Fan, Paul Larue, und den ehemaligen Nationalspieler Winfried Hannes hatten die Fans die Namen jedes einzelnen deutschen Spielers so laut herausposaunt, als wäre dies als Motivationshilfe bis ins ukrainische Lwiw zu hören gewesen.

Doch es gab auch Schrecksekunden: Vor allem beim Schuss von Portugals Abwehrrecke Pepe an die Unterkante der Latte in der Schlussphase der ersten Halbzeit, war so ziemlich jedem auf dem gut gefüllten Kaiserplatz das Herz tief in die Hose gerutscht. Und auch in den letzten Minuten der Partie wurde mächtig gebibbert: Die ersten Fans sahen gar nicht mehr hin, als das deutsche Tor plötzlich unter Dauerbeschuss stand; die härter gesottenen bejubelten Neuers Parade und Badstubers Abwehraktion.

Als dann endlich der erlösende Abpfiff ertönte, war auf dem Kaiserplatz nur noch eines zu sehen und zu hören: große Party. Es wurde auf den Tischen getanzt, sich mit dem Nachbarn abgeklatscht; „Deutschland, Deutschland!”-Rufe schallten durch die Innenstadt. Und auch auf dem Weg nach Hause feierten die Fans weiter: Es wurde gehupt, Fahnen wurden aus den Seitenfenstern geschwenkt, Autokorsos gebildet.

Den ersten Jubelschrei hatte es schon vor Mario Gomez Tor gegeben: Als der Sieg der Dänen gegen die - zumindest fußballerisch - doch eher ungeliebten Nachbarn aus den Niederlanden feststand, war es erstmals richtig laut auf dem Kaiserplatz geworden. Gegen die Holländer müssen die deutschen Hoffnungsträger nun am kommenden Mittwoch ran. Im Freudentaumel auf dem Kaiserplatz interessierte das aber erst mal niemanden.
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