Auch ein Imker ist beim Eifelmarkt mit dabei

Von: Sandra Kinkel
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Hans-Peter Groß ist Imker aus Leidenschaft. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Von Beruf ist Hans-Peter Groß aus dem Langerweher Ortsteil Geich Schlossermeister. Seine große Leidenschaft aber sind die Bienen. Vor 30 Jahren hat der Vater eines Freundes ihn mit der Liebe zur Imkerei angesteckt. Damals hat Hans-Peter Groß sich drei Völker gekauft, heute hat er 45 Stück.

„Die Imkerei ist einfach Natur pur. Das ist es, was mir so gut gefällt. Man muss mit den Bienen zusammen leben, dann stellt man fest, dass jedes Bienenjahr anders ist. “Hans-Peter Groß‘ Bienenvölker stehen zum Teil in Geich, einige sind aber auch in der Ruraue in Schophoven, andere direkt in Langerwehe. Außerdem betreut er noch Lehrbienenstand des Imkervereins Rurtal in Heimbach. „Im Sommer schaue ich schon jede Woche mindestens einmal nach dem Rechten. Und im Winter müssen die Bienen ja auch gefüttert werden. Sie bekommen einen speziellen Futtersirup.“

Zu einem Bienenvolk gehören zwischen 60.000 und 100.000 Tiere, ein gutes Volk pruduziert zwischen 15 und 50 Kilogramm Honig im Jahr. Ein Volk sei dann „gut und intakt“, erklärt der erfahrene Imker weiter, wenn es friedfertig sei und keinen Schwarmtrieb habe. „Schwarmtrieb bedeutet, dass das Volk sich teilt, und die alte Königing Platz für die neue Königin macht.“ Eine Sammelbiene wird im Schnitt nur 40 Tage alt, Winterbienen überleben aber auch das Frühjahr. „In den Wintermonaten“, sagt Hans-Peter Groß, „sind die Bienenvölker aber viele kleiner als im Sommer.“

Auf dem Langerweher Eifelmarkt wird Imker Groß natürlich seinen Honig zum Verkauf anbieten, außerdem fertigt der 64-Jährige aber auch noch Kerzen aus reinem Bienewachs. „Ich ziehe, drehe und gieße die Kerzen“, erzählt er. Und das ist immer noch längst nicht alles: Hans-Peter Groß hat noch leckeren Met, also Honigwein im Angebot, auch „Bärenfang“, einen Honiglikör, kann man bei ihm bekommen. „Es ist mit ein besonderes Anliegen“, so Hans-Peter Groß, „die Menschen über die Bienen und die Imkerei zu informieren. Ich freue mich, wenn die Eifelmarktbesucher mir ganz viele Fragen stellen.“

Ein Thema könnte zum Beispiel das Bienensterben sein, mit denen die Imker seit einiger Zeit ganz massiv zu kämpfen haben. „Das ist wirklich ein Problem“, so Groß. „Gegen die Varroa-Milbe können wir mittlerweile etwas tun, aber auch Pestizide, die auf den Feldern eingesetzt werden, machen den Bienen sehr zu schaffen. Dabei sind das so wertvolle und nützliche Tiere.“

Klar, dass Hans-Peter Groß auch schon den ein oder anderen Bienenstich abbekommen hat. „Einmal waren es sogar 50 Stück an einem Tag. Heute spüre ich aber, wenn Bienen aggressiv sind. Das kommt einfach mit der langjährigen Erfahrung.“

Der Eifelmarkt in Langerwehe findet am Sonntag, 8. September, von 10 bis 18 Uhr im Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, statt. Auf dem Markt gibt es Köstlichkeiten aus Eifel und Ardennen, beispielsweise Senf aus Monschau, Starkbier aus Belgien oder Biokäse aus Langerwehe. Darüber hinaus werden auch alte Handwerkskünste präsentiert. Das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode sorgt für Musik.

Mehr Infos im Netz:

www.rurtalimker.de

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