Attacke mit Dachlatte: Umweltaktivist verurteilt

Von: Nina Leßenich
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Düren. Ein Umweltaktivist ist am Dienstag vom Dürener Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 27-jährigen Angeklagten vorgeworfen, einen Mitarbeiter des für RWE tätigen Sicherheitsdienstes im Hambacher Forst schwer verletzt zu haben. Zudem soll er einen weiteren Mitarbeiter beleidigt haben.

Die Tat soll sich im Oktober 2014 ereignet haben. Während Rodungsarbeiten im Hambacher Forst war es zu einer Auseinandersetzung zwischen RWE-Mitarbeitern und den Aktivisten gekommen.

Der Angeklagte soll dabei einen 34-jährigen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mindestens einmal mit einer 80 Zentimeter langen Dachlatte geschlagen haben.

Pfefferspray benutzt

Darüber hinaus habe sich der 27-Jährige auch der Benutzung von Pfefferspray beziehungsweise einer ähnlichen Substanz schuldig gemacht, mit der die Aktivisten gegen die RWE-Mitarbeiter vorgegangen sein sollen. Zwar könne ihm der Gebrauch des Reizgases nicht konkret nachgewiesen werden.

Allerdings sei laut Staatsanwaltschaft jedoch davon auszugehen, dass die Aktivisten „untereinander wüssten, welche Waffen sie dabeihaben“. Der Angeklagte habe sich daher wegen des gemeinsamen Vorsatzes mitschuldig gemacht.

Der Angeklagte selbst hatte sich an beiden Verhandlungstagen nicht zu den Anschuldigungen geäußert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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