Arnoldsweiler - Arnold Lutete: Von Tetz über Titz in die Bundesliga?

Arnold Lutete: Von Tetz über Titz in die Bundesliga?

Von: Tobias Röber
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Arnold Lutete mit der Plakette
Arnold Lutete mit der Plakette zum „Spieler des Monats”. Josef Möthrath von Viktoria Arnoldsweiler, Karl-Heinz Witt vom FVM und Holger Weber (von links) von Trenkwalder freuen sich mit ihm. Foto: Röber

Arnoldsweiler. Geht es nach Arnold Lutete, darf es ruhig etwas mehr sein. Elf Tore hat der Stürmer in dieser Saison bislang erzielt. Bedenkt man die zwei verschossenen Elfer, doch irgendwie zu wenig. Erst zwei Kopfballtreffer sind ihm gelungen. Diese Bilanz will Lutete auf jeden Fall verbessern.

In der Mittelrheinliga kickt der gebürtige Kongolese für Viktoria Arnoldsweiler. Geht es nach Lutete, wagt er in Kürze den Sprung in eine noch höhere Liga. Aufgefallen ist er schon vielen Trainern. Das zeigt auch die Auszeichnung zum Spieler des Monats, die er kürzlich überreicht bekam.

Im Alter von fünf Jahren kam der inzwischen 23-Jährige aus dem Kongo nach Deutschland, nach Titz verschlug es die Familie zunächst. „Meine Eltern wollten uns ein besseres Leben ermöglichen”, sagt Arnold Lutete.

Ohne Fußball ist das Leben bei den Lutetes gar nicht denkbar. Der Vater spielte im Kongo Fußball, in der 2. Liga. Kein Wunder, dass auch seine Söhne gerne gegen das runde Leder (oder heutzutage den runden Kunststoffball) treten. Arnolds jüngerer Brüder hat es sogar bereits zum 1. FC Köln geschafft. Er kickt dort in der Jugend.

Für Arnold Lutete ging es über Tetz zunächst nach Titz. Dort schnürte er bis zur C-Jugend die Fußballschuhe. Es folgte der Wechsel nach Niederau. Arnold Lutete durchlief die weiteren Jugendmannschaften beim FCN und stieg dann in die Seniorenmannschaft ein.

Drei Jahre kickte er für die 1. Mannschaft. Unter anderem gelang der Aufstieg in die Mittelrheinliga. Es folgte der direkte Abstieg. Arnold Lutete blieb Niederau aber auch in der Landesliga treu. Nach dem Abstieg wegzulaufen, kam für ihn nicht in Frage.

In Arnoldsweiler ist er nun in der zweiten Saison. Im ersten Jahr traf er „13 oder 14 Mal” ins gegnerische Tor. Und das nicht als Stürmer. Trainer Bernd Lennartz verordnete Lutete die rechte Außenbahn. Und warum?

„Seine Schnelligkeit ist in der Liga nicht zu toppen”, sagt der Trainer. Womit schon eine große Stärke des 23-Jährigen genannt ist. Neben den 13 oder 14 Toren im Vorjahr (Lutete weiß es tatsächlich nicht genau) gelangen 15 Torvorlagen - ein Spitzenwert. Bei Sprinttests innerhalb der Mannschaft ist er logischerweise ganz vorne dabei. 3,24 Sekunden wurden bei ihm über 30 Meter gemessen.

Die Stärken sind auch den anderen Mittelrheinliga-Trainern aufgefallen. Seit Kurzem wählen sie den „Spieler des Monats”. Zweimal war Arnold Lutete knapp gescheitert, jetzt hat er die Plakette vom Sponsor Trenkwalder bekommen. „Das ehrt mich sehr. Vor allem, weil es eine Auszeichnung der Trainer ist”, sagt der Stürmer. Neben der Schnelligkeit ist die Technik eine Stärke. „Ich kann mich aber in allen Bereichen noch verbessern”, weiß Lutete.

Zur laufenden Spielzeit zog es Lutete zurück in den Sturm. Elf Tore hat er zur Halbserie auf dem Konto. Sein Ziel: „Über 20 sollen es schon sein”, sagt er selbstbewusst. Daran mangelt es ihm generell nicht.

„Ich traue mir die Bundesliga zu”, sagt er. Ob die 1. oder 2. Liga, da legt er sich (noch) nicht fest. Aus diesem Grund hofft er auch, dass er nach der Spielzeit ein Angebot aus einer höheren Klasse wahrnehmen kann. Ob er dann weiter Jugendtrainer bleibt, kann er daher noch nicht sagen.

„Mir macht der Job als Trainer sehr viel Spaß, und ich mache so lange weiter, wie ich es zeitlich schaffe”, betont er. Das Besondere: Auch nach seinem Weggang aus Niederau trainiert er dort „seine” Mannschaft weiter. Den Übungsleiter-C-Schein möchte der Fan von Arsenal London, Bayern München und dem FC Barcelona bald beenden.

Falls es mit der Fußballkarriere nicht funktioniert, hat er sich nach seinem Fachabi schon mal für ein Studium eingeschrieben. Richtung Marketing und Management soll es gehen.

In den nächsten Jahren will Lutete auch mal wieder in sein Geburtsland reisen. Teile seiner Familie leben dort, einer seiner beiden älteren Brüder studiert im Kongo.

Erstmal steht für Arnold Lutete aber die Rückrunde im Fokus. Arnoldsweiler steht derzeit auf Platz 7. Ein wenig höher darf es 2012 gerne gehen...
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