Kreis Düren - Arena Kreis Düren: Terror verändert die Sicherheitskonzepte

Arena Kreis Düren: Terror verändert die Sicherheitskonzepte

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Wenn die „Powervolleys“ Düren in der Arena Kreis Düren spielen, sind oft mehr als 1000 Menschen in der Halle. Nun sollen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden.

Kreis Düren. Eine unmittelbare Konsequenz haben die Terroranschläge vom 13. November in Paris auch im Kreis Düren gehabt. Seit Montag sind die Fahrzeuge der Streifenpolizisten mit zusätzlichen Maschinenpistolen ausgestattet. Die neue Vorschrift gilt bundesweit und bis auf weiteres.

Auch die schusssicheren Schutzwesten müssen jetzt im Polizeiauto mitgeführt werden. „Die Schutzwesten sind bei uns ohnehin schon Standard gewesen“, sagte eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde. Seit Montag seien die Streifen neben der Pistole auch mit der Maschinenpistole ausgestattet, zur Eigensicherung der Beamten. Eine seit Freitag noch einmal erhöhte Alarmbereitschaft bestätigte die Pressestelle der Kreispolizei allerdings nicht.

Bei den Terroranschlägen in Paris haben die Täter unter anderem bei einem Konzert mit Schnellfeuerwaffen um sich geschossen und mindestens 89 Menschen getötet. „Nach einem derart schlimmen Ereignis überprüft man natürlich die eigenen Maßnahmen für die Sicherheit noch mal besonders gründlich“, sagt Peter Kaptain, der Geschäftsführer der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS), die unter anderem die größte Veranstaltungshalle der Region betreibt: die Arena Kreis Düren.

Kaptain kündigte an, dass die Taschenkontrollen am Eingang verschärft werden, beispielsweise für die Karnevalsveranstaltungen, aber auch bei Konzerten, Auftritten von Comedians oder den Spielen des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys.

„Ob man mit solchen Maßnahmen einen Anschlag, wie er in Paris geschehen ist, verhindern kann, ist noch mal eine andere Frage“, sagte Kaptain, der erklärte, dass die Sicherheitsstandards in der Arena hoch seien, beispielsweise was die geräumigen Fluchtwege angehe.

Über vier Notausgänge könne die Halle im Ernstfall schnell verlassen werden. Auch sei von Beginn des Betriebs der Arena im Jahr 2004 bei jeder Veranstaltung ein Sicherheitsdienst vor Ort. Taschenkontrollen gehören bisher allerdings nur in Ausnahmefällen zum Standard. Das wird sich jetzt ändern.

„Es ist klar, dass wir in Sachen Sicherheit vor dem Hintergrund der Anschläge in Paris jetzt auch hier bei uns besonders sorgfältig sein sollten. Aber das ist kein Grund zur Panikmache, sondern eine Vorsichtsmaßnahme.“ Kaptain ist sich sicher, dass die Ereignisse aus Paris generellen Einfluss auf das Thema Sicherheit haben, die auch auf lokaler Ebene spürbar werden.

„Das hat man nach der Love Parade-Katastrophe 2010 von Duisburg gesehen. Es dauert dann einige Zeit, bis die Erkenntnisse der Experten vorliegen, was man besser machen kann. Da werden nach Paris sicher neue Gesichtspunkte auf uns zukommen, die wir dann hier vor Ort umsetzen“, sagte Kaptain.

Nach der Love Parade-Katastrophe, bei der 21 Menschen nach einer Massenpanik starben, weil die Fluchtwege auf dem Gelände angesichts der Besucherzahlen nicht ausreichten, wurde unter anderem das Fluchtweg-Konzept für große Volksfeste wie größere Weihnachtsmärkte oder die Annakirmes von Wissenschaftlern auf den Prüfstand gestellt; mit dem Ergebnis, dass die Annakirmes als sicher eingestuft wurde.

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