Archivleiter Helmut Krebs über historische Dürener

Von: inla
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Archivleiter Helmut Krebs bei seinem Vortrag über historische Dürener Persönlichkeiten im Haus der Stadt. Foto: Ingo Latoztki

Düren. Das erste Eis schmeckt wunderbar, ein zweites geht auch noch ohne Probleme. Vielleicht auch ein drittes. Aber beim achten wäre der appetitliche Bogen bei Weitem überspannt. Mit diesem Vergleich erklärt Helmut Krebs, der Leiter des Stadt- und Kreisarchivs Düren, in seinem Vortrag über bedeutende historische Persönlichkeiten aus Düren eine Theorie, die sich in der internationalen Wirtschaftswissenschaft durchgesetzt hat – und die von einem Dürener stammt, von Hermann Heinrich Gossen.

Der Jurist und Nationalökonom stammt aus Düren, an seinem Geburtshaus am Steinweg erinnert eine Gedenktafel an ihn.

Gossen (1810 - 1858) hat die Theorie vom abnehmenden Grenznutzen begründet – und die besagt, sehr vereinfacht ausgedrückt, dass das erste und zweite Bier noch schmecken, bei jedem weiteren aber die Lust darauf nachlässt. Normalerweise. Ausnahmen bestätigen die Regel, auch in der Wissenschaft. Gossen ist der eine. Van der Giese, Dirichlet, Hoesch, Neumann-Neander oder Wenzel Hollar sind andere.

Hollar lebte im 17. Jahrhundert und hat von Düren eine Karte aus der Vogelperspektive angefertigt, die erstaunlich detailgetreu ist und heute noch oft gezeigt wird. Helmut Krebs, der auf kurzweilige, unterhaltende Art auch den Industriellen Rudolf Schenkel oder den Afrikaforscher und Fotografen Carl Georg Schillings vorstellte, hat seinen Vortrag in die derzeit laufende Reihe „Heimat. Sehnsucht. Identität“ von „Düren Kultur“ eingebettet. Natürlich fehlten auch Schauspielerin Sybille Schmitz und Opernstar Rudolf Schock nicht, der sein letztes Konzert in Birkesdorf gab und in Gürzenich, seiner Wahlheimat, beerdigt wurde.

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