Architektur-Schau: Neues Gesicht für Gebäudekomplex An Gut Nazareth

Von: Christoph Hahn
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Errang den Sieg beim Architektur-Wettbewerb der Firma Heimbach: Markus Sporer von der Aachener Niederlassung des niederländischen Büros Benthem Crouwel präsentiert eine bestechende Verbindung von Alt und Neu. Foto: Christoph Hahn

Mariaweiler. Eigentlich ist die Straße An Gut Nazareth in Mariaweiler nicht gerade eine der Straßen, an der Passanten architektonische Glanzlichter erwarten. Für Peter Michels, Geschäftsführer der traditionsreichen Firma Heimbach GmbH & Co. KG, sieht das etwas anders aus: Für den Gebäudekomplex auf der westlichen Seite (in Fahrtrichtung Düren rechts) hat der Manager einen Architektur-Wettbewerb initiiert.

Welche Visionen dieser hervorgebracht hat - davon zeugt eine Ausstellung, die bis zum 17. April täglich in eben jenem Gebäudeteil zu sehen ist.

Dass die beiden Eckteile des betreffenden Baus, denkmalgeschützt wie sie nun einmal sind, leerstehen und vor sich hin krümeln, das stimmt Topmanager Michels nicht gerade glücklich. So hat er dann dafür gesorgt, dass die Firma Heimbach das Aachener Architekten-Büro Fischer dafür gewann, den nun mit der - neunstündigen - Jurysitzung abgeschlossenen Wettbewerb ins Werk zu setzen. Bürochef Fischer schlug einige Kollegen vor; die Unternehmer ihrerseits brachte ebenfalls einige Baukünstler ins Spiel - und schon war für einen spannenden Wettbewerb sowie die sehenswerte Ausstellung gesorgt.

Die Schau im Werk dokumentiert vor allem eines: Den Preisrichter ist es in ihrer Sitzung gelungen, einer bestechenden ästhetischen Vision zum mit 10.000 Euro dotierten Sieg zu verhelfen. Sie stammt von der Aachener Niederlassung des niederländischen Büros Benthem Crouwel und wurde in Mariaweiler von Markus Sporer (Geschäftsleiter Deutschland) und Projektleiter Cornelius Wens präsentiert: Eine moderne und transparente Verbindung mit dynamisch geformtem Dach, die die beiden denkmalgeschützten Gebäudeteile mit dem mittig platzierten Neubau zu einem harmonischen Ganzen verbindet. Eine Synthese, die das Historische nicht zerstört und doch ein modernes Gesicht schafft.

Ein klares Votum liegt vor - was nicht bedeutet, dass die anderen acht Entwürfe dahinter zurückfallen. Aber damit ist noch nicht gesagt, dass nun bald gebaut wird und die Arbeiter anrücken. Geschäftsführer Peter Michels weist ausdrücklich auf eine Tatsache hin: „Die Wirtschaftskrise trifft uns auch.”

Also wird es vorerst beim Entwurfsstadium bleiben. Ein wichtiges Ziel hat die Firma aber schon erreicht: „Wir wollten möglichst viele gute Entwürfe erhalten.” Der geneigte Besucher kann sich davon überzeugen.

Ausstellung bis zum 17. April
Die eingereichten Entwürfe aus dem Architekturwettbewerb sind bis zum 17. April täglich in Räumen der Firma Heimbach, Mariaweiler, An Gut Nazareth 73, zu sehen (vorher beim Pförtner melden). Die Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 16 Uhr.
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