Kreis Düren - Arbeitslosen-Zentrum: „Armut ist ein strukturelles Problem”

Arbeitslosen-Zentrum: „Armut ist ein strukturelles Problem”

Von: sj
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Wenig Lohn sowie prekäre und befristete Arbeitsverhältnisse führen nach Ansicht von Klaus Pentzlin vom Arbeitslosen-Zentrum Düren zu wenig oder überhaupt keinem Anspruch auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.

„Zwei Drittel der Erwerblosen müssen am Existenzminimum leben und sind von Armt bedroht”, fügt Ulf Göbber von der Beratungsstelle für Erwerbslose der Evangelischen Gemeinde zu Düren hinzu.

„Der gegenwärtige Aufschwung hat Arbeitsplätze geschaffen, trotzdem sind laut EU-Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen in Deutschland mehr als drei Millionen Menschen von Armut betroffeb”, beziehen Klaus Pentzlin und Ulf Göbber Stellung. Damit stellen sie die Aussage der Politik in Frage, dass jede Beschäftigung das beste Mittel gegten Armut sei. „Der entstandene Niedriglohnsektor verfestigt eher Armut und notwendige Unterstützungen mit Sozialleistungen bis ins Alter”, leiten beide aus ihren Erfahrungen der Beratungsarbeit ab.

Die Frage müssen lauten: „Wie können sich insbesondere Langzeitarbeitslose selbst Perspektiven schaffen?” Angesichts der „umfassenden Kürzungen” in der aktiven Arbeitsmarktpolitik und „immer stärkeren Druck auf Erwerbslose, Stellen anzunehmen, die nicht zum Leben reichen”, werde dies praktisch unmöglich. Die Armut könne nicht aus eigener Kraft überwunden werden.


„Soziale Gerechtigkeit und die Schere zwischen Arm und Reich sind nicht nur in Deutschland ein strukturelles Problem. Es handelt sich nicht um individuelles Versagen”, klärt Klaus Pentzlin. Ulf Göbber fordert, dass die Politik Rahmenbedingungen „für gute und zum Leben ausreichende Arbeit” schafft und es „wirkliche Hilfen für Erwerbslose und realistische Sozialleistungen” gibt.

Weitere Informationen zur Arbeit des Arbeitslosen-Zentrums Düren gibt es im Internet unter www.arbeitslosenzentrum-dn.de und per E-Mail an info@alz-dueren.de. Die Beratungsstelle für Erwerbslose der Evangelischen Gemeinde ist zu erreichen unter der Rufnummer 02421/2034513 und per E-Mail an bfe-dn@gmx.de.


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