Kreis Düren - Arbeitsagentur: Erfolgreich arbeiten wie im Jahr 2012

Arbeitsagentur: Erfolgreich arbeiten wie im Jahr 2012

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Kreis Düren. Der Ausblick ist verhalten: Im ersten Halbjahr 2013 erwartet Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, auch an der Rur einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, „aber keinen dramatischen“.

Erklärtes Ziel von Arbeitsagentur und Job-com, die im Kreis Düren die Langzeitarbeitslosen betreut, ist es, mit noch einmal verstärkten Vermittlungsbemühungen die Zahl am Jahresende konstant zu halten und an das gute Jahr 2012 anzuknüpfen.

Allein die Arbeitsagentur plant 300 berufliche Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zur Umschulung. Sie wird in Düren und Jülich vier zusätzliche Integrationsberater einstellen, um nicht unmittelbar vermittelbare Arbeitslose noch intensiver betreuen zu können, will zur Beschäftigungssicherung vor allem älterer Arbeitnehmer eine Qualifikationsberatung in kleinen und mittleren Betrieben anbieten und sich wie die Job-com noch einmal verstärkt dem Übergang Schule/Beruf widmen.

Gabriele Hilger und Landrat Wolfgang Spelthahn als Chef der Job-com fordern die Betriebe mit Blick auf den Rückgang der Zahl der Schulabsolventen bis 2020 um mehr als ein Fünftel auf, mehr noch als bisher in Ausbildung zu investieren. „Es gilt, 2013 die historische Chance des doppelten Abiturjahrgangs zu nutzen und junge Leute zu begeistern und langfristig zu binden“, betonte Spelthahn am Dienstag bei einer Bestandsaufnahme des Arbeitsmarktes im Kreis Düren. Gleichzeitig warnte er vor einer Bestenauslese und dem damit verbundenen Verdrängungsprozess. Es gelte mit Blick auf den demografischen Wandel mehr noch wie bisher, jeden so zu qualifizieren, dass er eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. „Hartz-IV-Empfänger“ zu sein, dürfe keine Lebensperspektive sein.

In diesem Zusammenhang kritisierte Spelthahn den fehlenden Mindestlohn in vielen Branchen, der dazu führt, dass allein im Kreis Düren rund 600 Vollzeit arbeitende Menschen Zusatzleistungen vom Staat benötigen. „Das ist ein unwürdiger Zustand, der dringend beseitigt werden muss“, betonte Spelthahn. Wie wichtig schon ein Drehen allein an dieser Stellschraube ist, zeigt ein Blick auf die 115,5 Millionen Euro, die die Job-com in 2012 ausgezahlt hat.

Eine Zahl, die angesichts steigender Energiekosten und den Hilfeempfängern richterlich zugestandenen größeren Wohnraum noch deutlich steigen und damit den Kreishaushalt noch mehr belasten wird. Spelthahn hofft, dass angesichts der dramatischen Entwicklung endlich auch der Kreis Düren Wohngelderstattung vom Land NRW erhält. Gleichzeitig will die Job-com mit zusätzlichen Vermittlern alles daran setzen, insbesondere junge Leuten und Alleinerziehenden Arbeitsplätze zu vermitteln, um dauerhafte Transferzahlungen zu vermeiden, bei Letzteren etwa in Form von Hilfen bei der Kinderbetreuung.

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