Arbeiten im Atelier Auf der Erdmaar ergänzen sich

Von: ale
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Dr. Iris Nestler hielt einen fesselnden Vortrag über die drei ausstellenden Künstler Herb Schiffer, Muna Götze und Dagmar Kürsch (von links). Foto: Anneliese Lauscher

Nideggen. Muna Götze hatte am Sonntag in ihr Atelier, Auf der Erdmaar, eingeladen und freute sich über ein Haus voll mit Kunst und voller Gäste. Eine Ausstellung mit Arbeiten von Dagmar Kürsch, Herb Schiffer und Muna Götze wurde eröffnet.

„Es ist mir eine Ehre, mit diesen beiden Künstlern auszustellen“, sagte die Gastgeberin zur Begrüßung. „Wieder ist es sehr bunt in unserem Haus. Ich bin davon überzeugt, dass diese Werke sich gegenseitig nichts nehmen, sondern sich etwas geben.“

Der Eröffnungsrede von Dr. Iris Nestler lauschten die Besucher aufmerksam. Sie zeigte in anschaulicher Weise Merkmale der sehr unterschiedlichen Arbeiten auf.

„Eine surreale Bilderwelt“ mit rätselhaften, märchenhaften Themen sieht sie in Herb Schiffers Werken. Die Kunstfreunde im Atelier Götze gaben ihr Recht. Sie verweilten beispielsweise länger vor dem „Sternbild Wassermann“, einem der neueren Bilder des Künstlers, das einen unbekleideten Mann in einer geheimnisvollen, friedlichen Wasserwelt zeigt. Er lebt zwischen exotischen Pflanzen und weißen Muscheln, bunte Vögel ziehen an einem blauen Sternenhimmel über ihn hinweg. Dr. Nestler wies auf verschlüsselte Geschichten des Malers hin und auf „seine neue Leidenschaft, die Tierkreiszeichen“.

Faszinierende Glasmalerei

Auch Beispiele von Herb Schiffers faszinierender Glasmalerei sind zu sehen. So fällt ein Bild auf, in dem er mit wenigen Linien eine schlafende oder träumende Frau gemalt hat, Zartheit und Sanftmut scheinen von ihr auszugehen, zwei Vögel nehmen sie unter ihre Fittiche.

Die Skulpturen von Dagmar Kürsch weckten ebenfalls viel Aufmerksamkeit. Eine „Tanzende“ aus Alabaster zeigt einen Frauentorso in einer schwungvollen Seitwärtsbewegung, seltsam schräg in der Balance gehalten.

Den unsagbar glatt geschliffenen Körper möchte man streicheln – bis er in Brüche übergeht, die die bizarre Struktur des Steins offenlegen. Bei einem Frauenkopf aus schwarzem Alabaster erkennt man „die natürliche Farbigkeit und Maserung des Materials“, wie es Iris Nestler ausdrückte, und man folgte gerne ihren Ausführungen, dass „die Stücke für das Auge des Betrachters nie langweilig erscheinen.“

Muna Götzes Arbeiten lassen eine Hinwendung zum Gegenständlichen erkennen. Den „Beobachter“, der auf eine mysteriös beleuchtete Stadt blickt, findet man nicht beim ersten Hinsehen.

„Happiness“ ist ein beschwingtes Bild, das ganz offensichtlich tanzende Menschen unter einem freundlichen Himmel zeigt. Unauffällig, aber unentbehrlich begleitete Patricia Weber die Vernissage mit Pianoklängen. Zu Jazz und Klassik gesellte sich weihnachtliches Liedgut wie „Schneeflöcken, Weißröckchen“.

Die Ausstellung ist täglich von 14 bis 18 Uhr sowie nach individueller Vereinbarung geöffnet, man erreicht das Atelier unter Telefon 02427/901211.

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