Düren - Arbeiten an der B56n: Eine Entlastung im innerstädtischen Verkehr ist in Sicht

Arbeiten an der B56n: Eine Entlastung im innerstädtischen Verkehr ist in Sicht

Von: Jörg Abels
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Projektleiter Arnd Meyer blickt auf den künftigen Kreuzungsbereich der B 56n mit der Kölner Landstraße. Bei den gerade begonnenen Bauarbeiten wurden auch Kellergewölbe gefunden. Foto: Abels
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Zwischen Stockheimer und Kölner Landstraße kreuzt die B 56n die Bördebahnstrecke. Die Brücke ist derzeit im Bau. Foto: Abels

Düren. Arnd Meyer blickt zufrieden auf die Bauarbeiten an der Kölner Landstraße. Nach den anfänglichen Verzögerungen und den langwierigen archäologischen Ausgrabungen macht der Bau der Dürener Ostumgehung sichtbare Fortschritte; endlich, wird so mancher Dürener denken.

„Die Kreuzung mit der L 271 zwischen Düren und Frauwüllesheim ist fertiggestellt“, erklärt der Projektleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW. „Die Brücke über die Bördebahnstrecke ist im Bau, parallel laufen bereits erste Asphaltarbeiten.“ Und auch der Ausbau der Kreuzung der künftigen B 56n mit der Kölner Landstraße (B 264) hat begonnen. „Wir liegen gut im Zeitplan“, betont Meyer.

Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, kann der erste Bauabschnitt der Ostumgehung zwischen Stockheimer Landstraße (Höhe Neapco) und der Kölner Landstraße spätestens im Juni 2018 für den Verkehr freigegeben werden. Damit ist ein Teil der ersehnten Entlastung im innerstädtischen Verkehr in Sicht, und die Stadt kann ihre Planungen für den Umbau der Euskirchener Straße intensivieren.

Meyer geht davon aus, dass der Bau der großen Kreuzung an der Kölner Landstraße bis Ende November/Anfang Dezember abgeschlossen sein wird. Nicht nur die schiere Größe des Knotenpunkts ist für die Bauzeit verantwortlich. Dazu kommt die Tatsache, dass Wasser- und Gasleitungen neu verlegt werden müssen. Zudem müssen der Abwasserkanal erneuert und neue Schranken für den Bahnübergang der Rurtalbahn aufgestellt werden.

Keinen Einfluss auf fließenden Verkehr

Auf den fließenden Verkehr werden die Arbeiten größtenteils keinen Einfluss haben, betont Meyer. Die Kölner Landstraße wird südlich der vorhandenen Fahrbahn erweitert, so dass in der Regel zwei Fahrspuren – eine stadtein-, eine stadtauswärts – zur Verfügung stehen werden. Nur an den Tagen, an denen die neue Fahrbahn an die alte angeschlossen wird, steht tageweise nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dann könnte es zu längeren Rückstaus kommen.

Wenn die Arbeiten im Bereich Kölner Landstraße abgeschlossen sind, werden die Bauarbeiter an die Stockheimer Landstraße weiterziehen, um die Kreuzung zwischen der B56 alt und der Stockheimer Straße in Angriff zu nehmen. Weil auch dort neben der bestehenden Trasse gebaut werden kann, werden sich die Verkehrsbeeinträchtigungen auch in diesem Bereich auf die Zeiten beschränken, in denen alte und neue Strecken miteinander verbunden werden, erklärt Meyer.

Parallel arbeitet der Projektleiter in diesen Tagen an der Ausschreibung für die Arbeiten im nächsten Bauabschnitt, dem zwischen Kölner Landstraße und Arnoldsweiler Weg im Norden, der vierspurig ausgebaut wird. Nach den Sommerferien soll das Vergabeverfahren starten, rund um den Jahreswechsel könnten somit die Bauarbeiten beginnen. Meyer kalkuliert für diesen Abschnitt, der auch eine Brücke über die Merzenicher Straße beinhaltet, eine Bauzeit von etwa einem Jahr.

Diffiziler Schlussakt

Erst danach wird es noch einmal diffizil: Um die Ostumgehung mit der alten B56-Trasse und dem Arnoldsweiler Weg zu verbinden, müssen im Jahr 2019 zunächst zwei Brücken über die Rurtalbahnstrecke Düren/Jülich errichtet werden.

Anschließend muss der große Knotenpunkt gebaut, zusätzlich noch die stadteinwärts vor der neuen Kreuzung liegende Brücke der Bundesstraße über den Heerweg erneuert werden „Weil wir sicherstellen müssen, dass der dortige Verbrauchermarkt immer erreichbar bleibt, können wir in diesem Bereich nur ein Projekt nach dem anderen realisieren“, erklärt Meyer.

Trotzdem bleibt er optimistisch, dass das Gesamtprojekt 2020 abgeschlossen werden kann. Mit weiteren Verzögerungen rechnet der Projektleiter nicht mehr, weder seitens der Archäologen, die in diesen Tagen noch den Bereich am Arnoldsweiler Weg unter die Lupe nehmen noch finanzieller Art. „Wir liegen voll im Soll.“

Die Gesamtkosten der Dürener Ostumgehung (ohne die zusätzliche Heerweg-Brücke) belaufen sich auf mehr als 33 Millionen Euro und werden komplett vom Bund finanziert. Dazu gehören auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen.

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