Anwohner beklagen hohe Belastung der Rheinstraße in Mariaweiler

Von: fjs
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Auto an Auto und „Tempo 30“ halten viele Autofahrer nicht ein: Die Anwohner der Rheinstraße in Mariaweiler fordern mehr Überwachung auf der überlasteten Straße. Foto: Fred Schröder

Mariaweiler. Auf den ersten Blick hört sich diese Forderung sehr moderat an: „Wir wünschen uns ja nur, dass die bereits bestehenden Vorschriften eingehalten werden, deren Einhaltung kontrolliert wird und bei Zuwiderhandlungen Fahrzeugführer angehalten und zur Kasse geben werden“.

Den Anwohnern der Rheinstraße im Stadtteil Mariaweiler stinkt es mächtig – und nicht nur der Benzingestank der zahlreichen Fahrzeuge, die täglich die schmale Straße passieren. Auch der Lärm und die Raser zehren an den Nerven.

5700 Autos pro Tag

Ursprünglich sei die Rheinstraße als eine kleine Seitenstraße gedacht, so langjährige Anlieger. Jetzt aber sei sie „eine intensiv genutzte Durchgangsstraße“. Die kürzeste Verbindung zwischen den Stadtteilen Mariaweiler und Birkesdorf, so haben Zählungen der Anwohner und auch des Tiefbauamtes übereinstimmend ergeben, wird täglich zwischen 7 und 18 Uhr von rund 5.700 Fahrzeugen genutzt.

„Nach dem Bau der Brücke nach Birkesdorf hat sich die Frequentierung dieser Straße ständig nach oben entwickelt“, so Sprecher der Anwohner. Auf der Suche nach Verbündeten hat sich die Anwohner-Initiative an den Bezirksausschuss und die Bewohnerinitiative Mariaweiler gewandt. In einer Unterschriftenaktion haben sich fast alle Anwohner der Rheinstraße für die Geschwindigkeit reduzierende Maßnahmen und verstärkte Kontrollen ausgesprochen.

In ersten Gesprächen mit Tiefbau- und Ordnungsamt wurden Verbesserungen erreicht: Änderung der Beschilderung bereits in Birkesdorf, Erneuerung der Straßenpiktogramme „Tempo 30“ und „Achtung Kinder“ sowie mehrere Messungen und Kontrollen durchgeführt.

Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Einzelne Pkw waren bis zu 79 km/h in der 30er Zone unterwegs, einige Lkw wurden mit Geschwindigkeiten von bis zu 73 km/h gemessen, so die Bewohnerinitiative.

Strittig ist die Zahl der Lkw über 7,5 Tonnen, die eigentlich die Straße nicht nutzten dürfen, es sei denn als Anliegerverkehr. Hier gehen die Feststellungen von Tiefbauamt und Anwohnern auseinander. Trotzdem: Die Anwohner sind für erste Maßnahmen dankbar, sehen aber die Notwendigkeit weiteren behördlichen Eingreifens.

Kontrollen gefordert

„Es müssen die Kraftfahrer angehalten werden, die zu schnell unterwegs sind und auch die Lkw-Fahrer, die unrechtmäßig die Straße nutzen“. Dass die Fahrbahn der Rheinstraße für dieses Verkehrsaufkommen nicht ausgelegt ist und die Anne-Frank-Gesamtschule und ein in der Nähe befindlicher Kindergarten weitere Argumente sind, wird ebenfalls hervorgehoben.

„Wir wollen die Fahrzeugführer für die Problematik sensibilisieren weil wir befürchten, dass in kurzer Zeit die Straße völlig kaputtgefahren wird“. Aus dieser Sorge suchen die Anwohner weiter das Gespräch mit den zuständigen Behörden und Dienststellen.

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