Anton will das dritte Halbfinale erzwingen

Von: Franz Sistemich
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Sie standen am Mittwochabend i
Sie standen am Mittwochabend in Friedrichshafen schwer unter Beschuss: Nikolai Kracht (links) und Libero Fabian Kohl hatten alle Hände voll zu tun, die Aufschläge des VfB zu entschärfen. Foto: Conny Kurth

Düren. Weder Mitleid noch Gnade kannten am Mittwoch die Volleyballer des VfB Friedrichshafen. „Das ist im Sport auch richtig. Der VfB hat konsequent sein Spiel mit den knallharten Aufschlägen durchgezogen. Und deshalb hat er auch verdient das erste Halbfinalspiel gewonnen”, sagte Sven Anton, der Trainer des Bundesligisten Evivo.

Nüchtern und sachlich formulierte Anton sein Fazit, derweil sich so mancher Spieler aus Friedrichshafen wunderte: „Ich dachte, das wird schwieriger, aber Düren hatte keine Chance”, resümierte Zuspieler Lukas Tichacek. Der Hauptgrund für die Überlegenheit der Häfler: ihre brachialen Aufschläge: „Mit ihnen haben wir Düren große Probleme bereitet”, konstatierte Stelian Moculescu, der Coach des Serienmeisters aus Baden-Württemberg. Und sein Zuspieler fuhr fort: „Aus einer schlechten Annahme kann man halt nichts machen.” So hämmerten die VfBler ihre Aufschläge mit einer derartigen Effektivität über das Netz, dass Dürens Annahmequote nur bei 37 Prozent lag.

Folglich musste angesichts der Überlegenheit der Gastgeber Sven Anton neidlos anerkennen: „Ich habe gedacht, ein bisschen sei drin. Jetzt muss ich aber feststellen, dass wir zumindest am Mittwoch sehr weit weg waren.”

Die Betonung liegt auf der Leistung am Mittwoch in Friedrichshafen. Denn: Trainer Sven Anton, der wie Diagonalangreifer Christian Dünnes möglicherweise sein letzten Spiel in der Arena Kreis Düren erlebt, hat die Hoffnung nicht aufgegeben, den VfB wie bei der Fünf-Spiele-Finalserie 2006 oder beim Pokalhalbfinale 2009 zu bezwingen. „Der VfB hat sein Heimspiel gewonnen. Wir haben jetzt unsere Heimpartie. Mit den Zuschauern im Rücken können wir viel bewegen.”

Eine Voraussetzung allerdings: Friedrichshafens Aufschläge sollten am Samstag ab 20 Uhr nicht die Güte haben wie am Mittwoch. „Wir haben keine Angst vor den Häflern. Wenn sie wieder so gut aufschlagen sollten, okay, aber wenn wir einen Chance sehzen, sie zu schlagen, wollen wir diese nutzen, um das dritte Spiel zu erzwingen.”

Scheidet Evivo aus, ist die Saison zu Ende. Ein Spiel um den dritten Platz wird es nicht geben. Die beiden Verlierer der Halbfinalpartien haben sich automatisch für den Challenge-Cup der nächsten Saison qualifiziert.
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