Düren - Annakirmesbesuch für die Wissenschaft

Annakirmesbesuch für die Wissenschaft

Von: Sarah Maria Berners
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Das große Volksfest in Düren ist Partner im Projekt „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ (Basigo), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Foto: Berners

Düren. Mit einem Rundgang über die Annakirmes können die Besucher einen Beitrag zur Sicherheit von Großveranstaltungen leisten. Das große Volksfest in Düren ist Partner im Projekt „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ (Basigo), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Ziel des Projektes ist es, Städten, Gemeinden und Veranstaltern Informationen an die Hand zu geben, mit denen sie Veranstaltungen, zu denen viele Menschen erscheinen, sicherer gestalten können. Mehrere Universitäten sowie die Feuerwehren aus Berlin, München und Düren und das Forschungszentrum Jülich arbeiten in dem bis 2015 laufenden Projekt zusammen.

Dienstag und Freitag werden Wissenschaftler des Forschungsgebietes Straßenverkehrsplanung und -technik der Bergischen Universität Wuppertal das An- und Abreiseverhalten der Kirmesbesucher sowie deren Verhalten auf dem Platz untersuchen. Unter anderem bitten sie die Kirmesbesucher, die ein Smartphone besitzen, ihre Bewegung auf dem Platz mittels GPS-Daten aufzuzeichnen. Über Karten mit Zeitstempel wollen sie zudem Informationen über die Aufenthaltsdauer sammeln.

Mitarbeiter des Instituts für Medienforschung der Universität Siegen werden Dienstag und Donnerstag auf dem Platz sein und Interviews mit den Besuchern führen. Außerdem wollen sie mit Testpersonen herausfinden, wie lange es dauert, einen Notausgang zu finden oder einen Sanitäter zu einem bestimmten Platz zu rufen.

„Aus den langjährigen Erfahrungen der Dürener Anna-Kirmes können wir erfolgreiche Konzepte entwickeln, die als Vorbild für die Organisation von Großveranstaltungen in anderen deutschen Städten dienen“, sagte Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, anlässlich des Starts der Forschungsaktivitäten.

„Die Ergebnisse der Untersuchung der Anna-Kirmes werden vielleicht schon in den kommenden Jahren erlauben, die Anreise zu vereinfachen und gefährliches Gedränge zu verhindern“, sagte der Staatssekretär und betonte: „Die Besucher und auch die Feuerwehr Düren als Projektpartner können aktiv zur Verbesserung dieser und vieler weiterer Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet beitragen.“

Mehr Informationen im Internet unter www.basigo.de und www.annakirmes.svpt.de.

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