Annakirmes: Vor der Rummelrunde die Platzordnung lesen

Von: Sarah Maria Berners
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Im Großformat wird diese Platzordnung an den Eingängen zum Kirmesplatz aufgehangen. Foto: smb

Düren. Die Veranstalter von Großereignissen wie der Annakirmes sind natürlich für die Sicherheit der Besucher verantwortlich. Aber auch die Kirmesbesucher können ihren Beitrag zu einer sicheren Großveranstaltung an der Rur leisten. Wie? Ganz einfach: Indem sie sich an einige Regeln halten.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr an den Eingängen zum Kirmesplatz in großem Format die Platzordnung veröffentlicht. Darauf ist zu lesen, welche Sachen verboten sind. Es gibt dort aber auch Tipps für den Kirmesbesuch und man kann sich einen Überblick über die Lage der Fluchtwege verschaffen.

Ob die Rummelfans den Plan wirklich studieren, wird natürlich nicht überprüft. „Wir können es den Menschen nur anbieten. Lesen muss natürlich jeder selber“, sagt Jürgen Fischöder, der Leiter des Vermessungsamtes.

Übrigens: Eine „Gehrichtung“ für die Besucher wird nicht vorgegeben. „Hier weiß jeder, dass man die Annakirmes gegen den Uhrzeigersinn besucht. Und wer es nicht weiß, der lernt es sehr schnell“, sagt Platzmeister Achim Greiff. Diesen Aspekt hätten auch die Wissenschaftler im Rahmen des Projektes „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ positiv bewertet, da dies im Falle einer Evakuierung hilfreich sei.

Die Veröffentlichung der Platzordnung soll ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit sein. Natürlich sind Pyrotechnik und Waffen verboten, aber auch Glasflaschen dürfen nicht mit auf das Gelände genommen werden. Mit Ausnahme von Blindenhunden sind Tiere jeglicher Art auf dem Platz verboten, um die Zahl der möglichen Gefahrenquellen so klein wie möglich zu halten.

Auch Fahrzeuge, zum Beispiel Fahrräder, haben auf dem Gelände nichts verloren. Vor allem dürfen diese auch nicht auf dem Platz und an Flucht- und Rettungswegen abgestellt werden. Das ist in der Vergangenheit am Rurdammweg und an der Elberfelder Straße aber immer wieder passiert.

„Wir werden nun eine auffälligere Beschilderung anbringen“, betont Fischöder. Und er ergänzt: „Unerlaubt abgestellte Räder können vom Ordnungsamt entfernt werden.“ Damit viele Kirmesfans ihr Auto stehenlassen und stattdessen mit dem Rad zum Platz kommen, gibt es in diesem Jahr erstmals drei Fahrradwachen.

Neben der bekannten Wache an der Elberfelder Straße gibt es an der Landwirtschaftsschule und dem Hundesportplatz Parkmöglichkeiten für Zweiräder. Diese Veränderung geht aus dem Projekt „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen“ hervor, bei dem Wissenschaftler die Annakirmes unter Sicherheitsaspekten auf Herz und Nieren geprüft haben.

Bemängelt haben die Wissenschaftler im vergangenen Jahr, dass die Parkplatzbeschilderung laienhaft ausgedrückt etwas verwirrend ist und die Besucher so auch zu Plätzen geführt würden, an denen dann keine Lücke mehr frei sei. Eine Änderung diesbezüglich gibt es in diesem Jahr nicht.

„Aufgrund der vielen kleineren, privaten Anbieter, lässt sich das kaum realisieren“, erklärt Achim Greiff. Und Bürgermeister Paul Larue ergänzt, dass es sich dabei nicht um einen sicherheitsrelevanten Aspekt handele. Und diese hätten Priorität gehabt.

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