Annakirmes: Viele nutzen die letzte Gelegenheit

Von: Stephan Vallata
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Eine runde Sache: Die Annakirmes endete am Sonntag nach neun Tagen Programm. Viele nutzten diese letzte Gelegenheit, sich noch einmal zu amüsieren. Foto: Vallata

Düren. Auf den Dürener an sich ist immer noch Verlass, wenn es um „seine” Annakirmes geht. Schätzungsweise eine Million Menschen aus der näheren und auch weiteren Umgebung haben dem größten Volksfest der Region einen Besuch abgestattet.

Viele nutzten am Sonntag die letzte Gelegenheit, sich dort noch einmal ausgiebig zu amüsieren, bevor um Mitternacht die Lichter ausgingen - nach neun Tagen Dauerbetrieb. „Wir haben in diesem Jahr zwar nicht die Schallmauer durchbrochen”, bilanziert Schaustellerchef Bert Cremer. „Aber nach den Erfahrungen auf anderen Plätzen im ersten Halbjahr sind wir mehr als zufrieden.”

Dort seien die Umsätze teilweise um 50 bis 70 Prozent eingebrochen. Im Falle des Dürener Rummels allerdings lägen die meisten Schausteller leicht über dem Vorjahresniveau, sagte Cremer und ist ganz froh darüber, dass sich die Dürener „die Lust am Feiern trotz der Wirtschaftskrise nicht nehmen lassen”. Dabei könne man auf einem Volksfest wie der Annakirmes auf seine Kosten kommen und Spaß haben, „ohne einen einzigen Euro ausgeben zu müssen”, glaubt Cremer. Das wird aber wohl kaum im Interesse der Schausteller sein.

Auch der Zeitpunkt des Volksfestes sei genau der richtige gewesen - nach der Fußball-WM und der extremen Hitze vor einigen Wochen. Nicht zuletzt das Wetter erwies sich fast immer als gnädig. Mit Ausnahme des Mittwochs, an dem traditionell viele Vereine einen Bummel über den Rummel machen, und zeitweise auch des Sonntags, blieb der große Regen fern.

Die Zusammenarbeit zwischen Schaustellerverband und Stadtverwaltung beschreibt Cremer als sehr gut, wobei der harte Kern des Organisationsteams eigentlich nur aus zwei Leuten besteht: Bert Cremer und Platzmeister Achim Greiff.

Das Highlight der Annakirmes ist nach einhelliger Meinung beider wieder der Familientag am Dienstag gewesen. „Es ist einzigartig, dass er so gut angenommen wird.” Und geht es nach Bert Cremer, soll sich daran auch in Zukunft nichts ändern. Sprich: An diesem Tag müssen Besucher nur den halben Fahrpreis zahlen.

Ein kleiner Blick in die Zukunft muss erlaubt sein: Also, was erwartet die feierfreudigen Dürener im kommenden Jahr? Greiff und Cremer möchten da noch nicht zu viel verraten. Klar ist, dass die Stadt neben einigen Neuerungen vor allem auf Kontinuität setzt, denn viele liebgewonnene Fahrgeschäfte haben einen Stammplatz, an dem sie von den Besuchern erwartet werden.

Generell gilt: Die Mischung macht´s. Davon ist Bert Cremer überzeugt und verspricht, gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels verstärkt auf die ältere Generation einzugehen: sowohl mit Attraktionen, die ein wenig beschaulicher sind, als auch mit gastronomischen „Ruhepolen” abseits der Partyzone.
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