Annakirmes lockt wieder mit Olympia-Looping

Von: Jörg Abels
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Annakirmes
Scheut den logistischen Kraftakt nicht: Olympia-Looping-Betreiber Barth muss binnen fünf Tagen von Düren nach Herne umsetzen. Foto: Abels

Düren. Auch wenn die Böllerschüsse zur Eröffnung noch gut fünf Monate auf sich warten lassen, ist die Annakirmes 2009 auf dem Reißbrett von Max Röntz bereits so gut wie komplett.

Die Verträge der 152 Schausteller, die der Steuerausschuss im Dezember auf Vorschlag des Platzmeisters ausgewählt hat, sind mittlerweile unterschrieben ins Rathaus zurückgekehrt. Und anders als in früheren Jahren musste Röntz bislang nur einmal zum Radiergummi greifen. Trotz telefonischer Zusage im November wird der Münchener Schausteller Goetzke mit seinem Freifall-Turm nicht kommen. „Er hat bei der letzten Mahnung sogar die Annahme verweigert”, ärgert sich Röntz, denn auch er kann trotz bester Kontakte in der Branche eine adäquate Alternative nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln. „Die verbleibenden Rosinen haben sich längst andere Veranstalter herausgepickt. Dafür stehen die Chancen gut, dass 2010 wieder ein Turm in Düren stehen wird”, kündigt er an.

Und trotzdem kann der Annakirmes-Chef mit Blick auf die verpflichteten Attraktionen zufrieden sein. Denn die Ausgangslage hätte ungünstiger nicht sein können. Erstmals seit Jahren kollidiert die Annakirmes mit der dreimal größeren Rheinkirmes.

Viele Schausteller, die früher von Düsseldorf nach Düren kamen, entschieden sich für die Landeshauptstadt. Weil aber die ungewöhnliche Terminkonstellation nun auch die Reise von Düren zum größten Ruhrgebietsvolksfest in Herne-Crange ermöglicht, kommen andere, insbesondere der „Olympia-Looping”.

Die größte auf der Reise verbliebene Achterbahn kehrt nach fünfjähriger Pause nach Düren zurück. Und sie ist beileibe nicht das einzige Highlight. Unter den 18 Großfahrgeschäften finden sich neben Klassikern wie dem Überschlagfahrgeschäft „Top Spin”, der Familienachterbahn „Wilde Maus” oder dem rasanten Rundfahrgeschäft „Commander” auch einige, die den besonderen Adrenalinkick garantieren: Die Riesen-Schaukel „G-Force”, die ihre Fahrgäste in bis zu 25 Metern Höhe schleudert, vor allem aber das nagelneue Hochfahrgeschäft „Booster Maxx”, das zwei Gondeln am Ende eines langen Armes doppelt so hoch durch die Luft katapultiert und erst Ostern in Amsterdam Premiere feiert.

„Ich bin zuversichtlich, von weiteren Absagen verschont zu bleiben”, hofft Röntz, anders als 2008 von weiteren negativen Nachrichten verschont zu bleiben. Selbst Riesenrad-Betreiber Kipp hat fest zugesagt, wieder mit seinem Flaggschiff anzureisen, auch wenn er wie im letzten Jahr Anfang Juli noch in Lyon steht.
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