Annakirmes im Höhenrausch: Freier Fall aus 76 Metern

Von: Jörg Abels
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Gastiert 2014 nur in Düren und auf dem Münchener Oktoberfest: der „Olympia-Looping“. Foto: Jörg Abels (3)/privat
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Foto: privat

Düren. Aus der Liste der Fahrgeschäfte der Annakirmes 2014 haben die Verantwortlichen der Stadt lange Zeit ein Geheimnis gemacht. Aufgrund der Neuregelung der Standgelder konnten die Verträge der aus knapp 1000 Bewerbungen auserwählten Schausteller erst im April verschickt werden.

Und auf mündliche Zusagen wollten sich Platzmeister und Steuerausschuss nicht verlassen. Zu groß sei die Gefahr, Attraktionen anzukündigen, die Düren dann doch noch einen Korb hätten geben können. Durchgesickert war nur, dass der „Olympia Looping“ – sehr zur Freude aller Achterbahn-Fans – erstmals seit 2009 wieder nach Düren kommt. Es ist laut Achim Greiff die einzige Station der größten reisenden Achterbahn der Welt in diesem Jahr neben dem Münchner Oktoberfest. Darauf kann der Platzmeister zurecht stolz sein.

Mittlerweile aber hat Greiff 95 Prozent der Verträge unterschrieben zurück. Jetzt ist klar: Der „Olympia Looping“ wird nicht das einzige Highlight sein. Vom 26. Juli bis 3. August geht es auf dem Annakirmesplatz so hoch hinaus wie noch nie. Mit dem 80 Meter hohen „Sky Fall“-Turm freut sich Achim Greiff auf das höchste Fahrgeschäft, das je in Düren gestanden hat. Die Fahrgäste dürfen sich auf einen sicherlich imposanten Ausblick über die Stadt aus rund 76 Metern freuen, bevor sie im freien Fall in die Tiefe rauschen und von einer Magnetbremse gestoppt werden. Und über den Giebeln der Stadt geht es nicht nur mit dem bekannten „Europarad“ und dem größten und höchsten reisenden „Fliegenden Teppich“ weiter (siehe auch „Es geht hoch hinaus“).

Nicht weniger als 19 Fahrgeschäfte und Karussells werden neben sieben Kinderfahrgeschäften das Bild der Annakirmes 2014 prägen. Greiff spricht von einer Mischung aus Neuheiten und Nostalgie. Zum Beispiel dürfen sich Freunde rasanter Rundfahrgeschäfte nicht nur auf Klassikern wie den „Breakdance“, „Play-Ball“ und „Octopussy“ freuen, sondern auch auf den „Booster“ und damit auf einen Adrenalinkick, den es so in Düren noch nicht gegeben hat. Die „Große Geisterbahn“, „Schleifers Fahrt ins Paradies“, „Monte Carlo“ und zwei Autoscooter setzen nostalgische und bewährte Kontrapunkte.

Stabile Preise?

Und wie sieht die Preisentwicklung aus? Dürens Schaustellerchef Bert Cremer geht trotz der Stand- und Werbegelderhöhung der Stadt von 17 Prozent von stabilen Preisen im Fahrgeschäftsbereich aus. Hinter dem Bierpreis, der ohnehin seit Jahren schon Oktoberfest-Niveau hat, steht jedoch noch ein Fragezeichen. Schon im vergangenen Jahr wollten einzelne Wirte erhöhen, beugten sich dann aber dem Druck ihrer Kollegen.

Die bewährten Treffpunkte wird der Annakirmes-Besucher wieder vorfinden. Dazu zählt trotz aller Kritik auch das Annazelt, in dem unter anderem wieder eine „Miss Düren“ gekürt wird. Ob das Zelt 2015 durch ein Veranstaltungsdorf ersetzt wird, entscheidet sich im Herbst. 

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