Düren - Annakirmes: Der Ruf nach einem zehnten Tag

Annakirmes: Der Ruf nach einem zehnten Tag

Von: Jörg Abels
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Annakirmes
Die Dürener Annakirmes ist eröffnet. Foto: Jörg Abels

Düren. Es war ein Auftakt nach Maß: Anders als 2008 machten die meisten Regenwolken am Samstag zur Eröffnung der Annakirmes einen Bogen um den Rummel. Und von den paar Tropfen , die sich am frühen Abend dann doch auf den Platz verirrten, lässt sich der Dürener nun einmal nicht abhalten.

Dicht gedrängt warfen sich die Besucher ins Getümmel, suchten an den Fahrgeschäften den Adrenalinkick, hofften an den Losbuden und Spielgeschäften auf Glück und Geschick oder genossen bei einem kühlen Blonden und der einen oder anderen Kirmesspezialität einfach nur die Atmosphäre.

Schon beim Fassanstich durch Bürgermeister Paul Larue war der Platz gut gefüllt. Es scheint sich im dritten Jahr endgültig herumgesprochen zu haben, dass ab 15 Uhr eine Viertelstunde lang Freifahrten locken. „Um 14 Uhr saßen am Olympia-Looping bereits Dutzende”, berichtet Platzmeister Achim Greiff, der mit seinem Vorgänger Max Röntz trotz der diesmal parallel stattfindenden und doppelt so großen Düsseldorfer Rheinkirmes einen abwechslungsreichen Platz gestaltet hat.

Das könnte in Zukunft schwieriger werden, sollten die Überlegungen in der Landeshauptstadt, die Rheinkirmes auf 16 Tage zu verlängern, Realität werden. Auch wenn die Diskussion noch lange nicht abgeschlossen ist, machen sich die Dürener Schausteller angesichts der drohenden Konkurrenz Gedanken über die Zukunft und Attraktivität der Annakirmes. Schon vor Jahren hatten sie beantragt, die Eröffnung auf den Freitagabend vorzuziehen. „95 Prozent der Kollegen wären dafür”, betont Bert Cremer, Vorsitzender des Verbands Reisender Schausteller Düren, lockt doch nicht nur ein zusätzliches Abendgeschäft. Auch von einem kompletten Samstag erhoffen sie sich einiges. „Das wäre an der Zeit”, betont auch Scooter-Chef Peter Loosen, wohl wissend, dass viele Kollegen den Umsatz guter Feste wie Düren unbedingt brauchen. „Wir Schausteller sind ohnehin bereits Freitagabends fertig und können - wenn nötig - auch noch schneller aufbauen.”

Paul Larue, bislang wie viele Politiker überzeugt, dass die Konzentration auf neun Tage der richtige Weg ist, gibt sich offen. „Wenn sich andere neu positionieren, müssen auch wir über Änderungen nachdenken”, erklärt der Bürgermeister. Man müsse das Für und Wider genau ausloten, sagt hingegen Achim Greiff, in der Hoffnung, dass die Rheinkirmes - sollte sie tatsächlich verlängert werden - früher beginnt, und eine permanente Überschneidung mit Düren ausbleibt. Denn ansonsten - und das weiß auch der Platzmeister-Novize nur zu gut - würde es noch schwieriger, Jahr für Jahr Neuheiten an die Rur zu locken.

Neuheiten wie die riesige Flugschaukel „Booster Maxxx”, die Samstag ebenso umlagert war wie der Olympia-Looping, eine von nur noch zwei Großachterbahnen in Deutschland. Die „beiden Riesen” führen das Fahrpreisniveau der Annakirmes 2009 an, das wie der Getränkepreis überwiegend stabil geblieben ist. Nur im Spielbereich sind vereinzelt Preiserhöhungen erkennbar. Um so mehr lohnt sich eine Rummelrunde am morgigen Familiendienstag, der ganztägig mit halben Fahrpreisen und Sonderangeboten lockt.
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