Annakirmes: Der Countdown hat begonnen

Von: Jörg Abels
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Erstmals hat Achim Greiff beim Ausmessen des Annakirmesplatzes auf satellitengesteuerte GPS-Navigation zurückgegriffen. Foto: Jörg Abels
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Am Rurdammweg wird ein 300 Meter langer Zaun errichtet, damit niemand mehr auf die Gleise läuft. Foto: Jörg Abels

Düren. Gastronom Bruno Dreßen hat Teile seiner Karussell-Bar und des Bierdorfs bereits angeliefert, die ersten Container von „Brauweilers Max“ stehen schon auf dem Annakirmesplatz und auch die neue Festwirt-Familie Hölzgen-Traber hat auf dem Weg zum Schützenfest in Goslar bereits erste Teile der neuen „Bayern-Festhalle“ in Düren aufgestellt. Der Countdown zur Annakirmes hat begonnen.

Am Montag hat Platzmeister Achim Greiff die letzten Fahrgeschäfte und Buden ausgemessen – erstmals mit satellitengestützter GPS-Navigation. „Wir haben einzelne Koordinaten im Büro vom Plan in das Gerät übertragen, das mir jetzt auf dem Platz jede Abweichung angibt“, erklärt der 51-Jährige, der seine mittlerweile achte Annakirmes vorbereitet. Die von ihm vorgegebenen Markierungen sagen den Schaustellern in den kommenden Wochen, wo sie ihre Geschäfte aufbauen dürfen. Vor allem bei Kurven-Radien sei die GPS-Messung einfacher, betont der Platzmeister. Ansonsten aber greift er auch weiter gerne auf das altbewährte Maßband zurück.

Großschaukel im neuen Design

Auf dem Neuheiten-Platz in Sichtweite des Dürener Treffs musste der Platzmeister noch einmal umplanen. Die Schausteller-Firma Hanstein baut ihren 65 Meter hohen Riesenpropeller „Flasher“ nicht wie ursprünglich geplant in Düren, sondern in Düsseldorf auf. Auf den Neuheiten-Platz wandert nun die „XXL“-Großschaukel der Firma Denies-Kipp, die im vollkommen neuen „Après-Ski“-Gewand aufgebaut wird.

Kompensiert wird die Absage im Übrigen nicht mit einem anderen Fahrgeschäft, sondern – erstmals nach Jahrzehnten – mit einer Boxbude. „Ich habe dem Steuerausschuss verschiedene Vorschläge gemacht, er hat sich für den Kirmesklassiker entschieden“, betont Platzmeister Greiff. Eine doch überraschende Entscheidung: In früheren Jahren gab es im Ausschuss ein klares Nein zum Thema Boxbude. Dies hat sich nun unter dem neuen Vorsitzenden Hubert Cremer (FDP) geändert.

Abgehakt hat Achim Greiff die Absage der Firma Hanstein noch nicht. „Wir haben einen gültigen Vertrag mit ihnen.“ Offenbar droht eine juristische Auseinandersetzung. Es wäre nicht die einzige. Der Münchner Schausteller Thomas Clauß hat vor dem Verwaltungsgericht Aachen gegen die Nicht-Berücksichtigung seiner Überschlagschaukel „Flip-Fly“ geklagt, weil sich der Steuerausschuss für die weitgehend baugleiche Variante eines Kollegen entschieden hat. Die Schaustellerfamilie Clauß („Jumping“, „Ikarus“, „Playball“) gehört seit Jahrzehnten zu den Stammbeschickern der Annakirmes. Die Verhandlung ist für den 14. Juli angesetzt.

300 Meter Sicherheitszaun

Seit Jahren wird das Thema Sicherheit auf der Annakirmes großgeschrieben. Und auch in diesem Jahr wird das Konzept noch einmal angepasst. Weil trotz Verbots immer wieder Kirmesbesucher die Bahngleise am Rurdammweg als Toilette, beziehungsweise während des Feuerwerks am Freitagabend als Naturtribüne benutzten, wird nun ein gut 300 Meter langer Zaun errichtet, der ein Betreten der Gleise unmöglich machen soll.

15.000 Euro kostet der zusätzliche Schutz. „Es grenzt an ein Wunder, das sich dort bisher noch kein folgenschwerer Unfall ereignet hat“, betont Greiff. Zugführer der Rurtalbahn hätten darauf hingewiesen, dass sie gerade in Höhe des Annakirmesplatzes aufgrund der schwierigen Lichtverhältnisse Personen auf den Gleisen erst sehr spät erkennen könnten.

Sollte der Platz bei einem Notfall komplett geräumt werden müssen, erfolgt eine Alarmierung wie zuletzt via Sirene, aber von einem anderen Platz. Der Vorschlag der Uni Siegen, mit einem Netzwerk Zugriff auf die Beschallungsanlage der Schausteller zu nehmen, um die Besucher über deren Lautsprecher zu informieren, wurde verworfen. Zum einen wäre der Aufbau des Netzwerkes recht kostspielig gewesen, zum anderen bestünde die Gefahr, dass Schausteller ihre Fahrgäste bei einem gleichzeitigen Ausfall des Geschäfts nicht mehr selbstständig informieren könnten.

Ab Montag, 13. Juli, wird der Annakirmesplatz für den Aufbau der Fahrgeschäfte und Buden gesperrt. Die ersten Schausteller erwartet Greif bereits zum Ende der Woche. Die Vorfreude steigt: Am 25. Juli geht “s los.

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