Anna Schoeller Haus: Nach Abriss soll schnell gebaut werden

Von: Ingo Latotzki
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Das Anna Schoeller Haus an der Ecke Roon-/Schoellerstraße wird ab Mittwoch abgerissen. Bis Frühjahr 2018 wird es einen Neubau geben, der vom Architekturbüro „hauserpartner“ geplant wird. Die beiden Entwürfe zeigen Vorder- und Rückansicht. Fotos/Repros: Ingo Latotzki Foto: zeigen Vorder- und Rückansicht (rechts). Fotos/Repros: Ingo Latotzki
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Das Anna Schoeller Haus an der Ecke Roon-/Schoellerstraße wird ab Mittwoch abgerissen. Bis Frühjahr 2018 wird es einen Neubau geben, der vom Architekturbüro „hauserpartner“ geplant wird. Die beiden Entwürfe zeigen Vorder- und Rückansicht. Fotos/Repros: Ingo Latotzki
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Das Anna Schoeller Haus an der Ecke Roon-/Schoellerstraße wird ab Mittwoch abgerissen. Bis Frühjahr 2018 wird es einen Neubau geben, der vom Architekturbüro „hauserpartner“ geplant wird. Die beiden Entwürfe zeigen Vorder- und Rückansicht. Fotos/Repros: Ingo Latotzki

Düren. Wenn am kommenden Mittwoch Bagger anrücken und dem alten Anna Schoeller Haus brachial zu Leibe rücken, wird bald ein weiteres prägendes Gebäude aus dem Dürener Stadtbild verschwunden sein. Nicht weit entfernt, ein paar Hundert Meter nur, stand die Dürener Stadthalle.

Auch sie ist mittlerweile dem Erdboden gleichgemacht, immer wieder wird gesagt, dass dort ein Hotel mit Wohn- und Dienstleistungsgebäude gebaut werden soll. An der Schoellerstraße soll es auch einen Neubau geben, Anfang 2017 ginge es los, sagt Dr. Hans-Joachim Zeißig. Der Geschäftsführer des Rheinischen Blindenfürsorgevereins (RBV) hat einen Ordner vor sich liegen, in dem die Pläne für das Projekt abgeheftet sind.

Zwei Gebäude werden auf dem Platz des früheren Blindenheims errichtet werden. Der RBV ist Bauherr und will ein Gebäude selbst nutzen. In ihm werden 24 Wohneinheiten untergebracht, in denen Menschen leben, die aufgrund einer Behinderung betreut werden müssen. Viele werden blind oder stark sehbehindert sein, sagt Zeißig. Sie können ab Frühjahr 2018, wenn die Arbeiten abgeschossen sein sollen, in kleinen Appartements leben. Der RBV unterhält auf dem Gelände an der Ecke Schoeller-/Roonstaße schon jetzt ein Blindenheim, das aber aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mehr zeitgemäß ausgestattet ist. Ein Teil der Bewohner wird im Neubau leben können, ein anderer konnte so geschult werden, dass ein Leben mit ambulanter Betreuung möglich ist. Im bisherigen Rheinischen Blindenheim soll künftig ein Patienten- oder Angehörigenhotel entstehen.

„Wir wollen das gesamte Quartier aufwerten“, sagt Geschäftsführer Zeißig und setzt dabei vor allem auf Zusammenarbeit. Mit dem benachbarten Krankenhaus sollen Angebote abgesprochen werden, der Landschaftsverband Rheinland wird den zweiten Neubau an der Schoellerstraße als Tagesklinik und Ambulanz nutzen. Da noch Platz übrigbleibt, können Räume für (medizinische) Dienstleistungen vermietet werden.

Die beiden neuen Häuser sollen elf Millionen Euro kosten, der RBV bringt den größten Teil der Summe selbst auf. Vom Land gibt es ein zinsverbilligtes Darlehen. In dieser Woche kam das Okay, Geschäftsführer Zeißig und Günter Esser, der Kaufmännische Leiter des RBV, nahmen den Bescheid von Landrat Spelthahn entgegen.

Das alte Anna Schoeller Haus steht seit 1998 leer. Der Bau wurde 1900 errichtet, im Krieg zerstört und wieder aufgebaut. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz und kann heutigen Ansprüchen, auch gesetzlichen, nicht mehr genügen. RBV-Geschäftsführer Zeißig spricht von Zellen, da viele Räume klein, dafür aber mit einer teils fünf Meter hohen Decke ausgestattet sind. Zuletzt wurde immer wieder überlegt, wie das historische Gebäude genutzt werden könnte. Doch es gab keine praktikable und vor allem finanzierbare Lösung.

Deshalb kommen nächsten Mittwoch die Abrissbagger. In ein paar Wochen ist das alte Anna Schoeller Haus Geschichte.

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