Anna-Oktav: Wenn Menschen ganz auf Gott vertrauen

Von: Sandra Kinkel
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Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde am Samstag in der Annakirche die Anna-Oktav eröffnet. Unser Bild zeigt Pfarrer Hans-Otto von Danwitz bei der Erhebung des Annahauptes. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Für Hannelore Breuer ist die Eröffnung der Anna-Oktav ein fester Termin in ihrem Kalender. „Ich komme so oft nach hier und bitte Mutter Anna um Hilfe“, sagt die 76-jährige Dürenerin. „Und das schon mein Leben lang. Da ist es doch Ehrensache, dass ich auch zur Eröffnung der Anna-Oktav komme.“ So wie Hannelore Breuer denken vermutlich viele.

Bei der feierlichen Eröffnung der Oktav am Samstag ist die Annakirche voll besetzt. Um so passender ist das Predigtthema „Lass dich einladen“, zu dem Pfarrer Hans-Otto von Danwitz spricht. Gleichzeitig gibt der Geistliche aber auch eine Einführung in das Gesamtmotto der Anna-Oktav: „GOTTesREICHt“.

„Gott, es reicht““, sagt von Danwitz. „Diesen verzweifelten Ruf so vieler Menschen aller Zeiten nehmen wir auf und bringen mit der Heiligen Anna all unsere Sehnsüchte und Hoffnungen in dieser Woche vor Gott.“ Auch Mutter Anna, erklärt der Geistliche, habe geklagt, weil sie so lange kinderlos gewesen sei. „Sie ist aber nicht beim Klagen und Seufzen verblieben. Vielmehr hat sie sich das Vertrauen auf Gott bewahrt.“

Bei aller Verzweiflung, ist von Danwitz überzeugt, habe Anna auch gesagt „Gott reicht!“ Das Vertrauen der Heiligen Anna und ihres Mannes, dem Heiligen Joachim, habe sich bewährt, die beiden sind Eltern geworden. Von Danwitz: „Jesus, das Enkelkind von Anna und Joachim, wurde durch seine Großmutter und seine Mutter Maria tief in den Glauben geführt. Als Erwachsener hat er in wunderbaren Gleichnissen erzählt, wie sich das Himmelreich Gottes entfalten kann, wenn Menschen ganz auf Gott vertrauen.“ Einige dieser Gleichnisse werden während der Anna-Oktav tiefer betrachtet.

Besonderes Gleichnis

Beim Eröffnungsgottesdienst der Oktav erzählte das Gleichnis von einem Mann, der zu einem großen Fest eingeladen hatte. Alle seine Gäste brachten irgendeine Entschuldigung vor. Da lud der Mann die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen zu seinem Fest ein. Von Danwitz: „Es sind nicht diejenigen, die als Erste eingeladen werden, die im Reich Gottes am Mahl teilnehmen. Es zählt nicht der Bohei, den Menschen machen, das Große und Laute.“ Was zählen würde, sei vielmehr das winzig kleine Senfkorn, das nach menschlichem Ermessen noch so Unbedeutende.

„Aus dem kleinen Samenkorn, das ich aussäe, wird Großes werden. Wenn ich auf Gott vertraue, kann mich letztlich das Klagelied „Gott, es reicht“ nicht erschüttern, weil ich dann mein Leben wie auf Fels gebaut habe“, sagt von Danwitz. Jesus würde den Menschen empfehlen, sich an der Klugheit des Gastgebers ein Beispiel zu nehmen und das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen. „Entscheidend ist, ob ich Gott zutraue, selbst aus steinigem Boden, aus Gestrüpp und Dornen etwas wachsen zu lassen. Folge ich wirklich der Einladung zum Fest des Glaubens und kann ich dabei erleben, wie Gott sein Reich verwirklicht?“

Am heutigen Montag heißt das Tagesmotto der Oktav „Wer suchet, der findet“. Die Predigt hält Pfarrer Alfred Bergrath aus Düren. Um 13 Uhr beginnt die Kinderwallfahrt in der Annakirche. Die Messe um 19 Uhr wird für die Kirchenchöre der Region gefeiert.

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