Niederzier/Merzenich - Anmeldeverfahren der Gesamtschule wird neu geregelt

Anmeldeverfahren der Gesamtschule wird neu geregelt

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Niederzier/Merzenich. Das Aufnahmeverfahren an der Gesamtschule Niederzier/Merzenich wird zum Schuljahr 2016/2017 neu geregelt.

Mit den Stimmen aller Vertreter aus dem Merzenicher Gemeinderat und denen der CDU-Niederzier hat die Verbandsversammlung entschieden, dass in Zukunft Schüler aus Kommunen, die selber über eine Gesamtschule verfügen, nicht mehr aufgenommen werden dürfen, wenn die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität übersteigt. Das trifft zum Beispiel Jugendliche aus Arnoldsweiler, weil die Stadt Düren über eigene Gesamtschulen verfügt.

Hintergrund ist die seit Jahren schwelende Diskussion um die Ablehnung von Schülern aus den beiden Schulträger-Kommunen. Seit Gründung der Gesamtschule im Jahr 1992 liegt der Fokus der Schulleitung vor allem darauf, auch „Abiturschule“ zu sein. Das heißt: Es werden vor allem Schüler mit Gymnasialempfehlung aufgenommen, Schüler mit Hauptschulempfehlung werden auch schon mal abgelehnt, selbst wenn sie aus Niederzier und Merzenich stammen. Das wird seit Jahren von der CDU kritisiert. „Uns hat vor allem geärgert, dass zuletzt auch Schüler mit Realschulempfehlung abgelehnt wurden“, betont Gaby Schmitz-Esser, CDU-Fraktionschefin in Niederzier. Insgesamt waren es für das Schuljahr 2015/16 elf, im laufenden 29 aus beiden Kommunen.

„Politische Entscheidung“

„Hier ist eine politische, keine pädagogische Entscheidung gefällt worden“, erklärt der Niederzierer SPD-Vorsitzende Ortwin Clever. Er bedauert, dass das in 22 Jahren bewährte Aufnahmeverfahren jetzt verwässert werde und befürchtet, dass das Niveau der Schule leiden könnte. Die Schulleitung hatte sich dafür ausgesprochen, von der neuen Bestimmung im Landes-Schulgesetz keinen Gebrauch zu machen, es beim bisherigen Anmeldeverfahren zu belassen und im Einzelfall zu prüfen, wie die Eltern- und Kinderwünsche erfüllt werden können.

Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser hat in seiner Funktion als Verbandsvorsteher zum einen Verständnis für die Mehrheitsentscheidung der Politik, weil es um die Aufnahme von Kindern aus den beiden Kommunen geht, die die Gesamtschule finanzieren. Andererseits sei es von Beginn an der Wille gewesen, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe zu haben, und keine, die jeden Schüler aufnehmen muss.

Nicht betroffen von der Neuregelung des Anmeldeverfahrens sind Schüler aus Jülich, Nörvenich, Vettweiß und Inden, weil es in diesen Kommunen keine Gesamtschulen gibt.

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