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Angemerkt: Wer A sagt, muss auch B sagen

Ein Kommentar von Jörg Abels

Die 1100 Einwohner von Kelz werden in den kommenden Monaten neidisch ins nahe Frauwüllesheim blicken. Die Nachbarn bekommen, was ihnen verwehrt wird: eine Ortsumgehung.

Dabei dürfte der Verkehr, der in Zukunft auf der L 264 an Frauwüllesheim vorbei fließen wird, kaum ein anderer sein als der, der wenige Kilometer weiter durch Kelz fahren muss, auch wenn zugegebenermaßen in Frauwüllesheim auch ein Teil über die L 327 und L 271 abfließt.

Man müsste meinen: Wer A sagt, muss auch B sagen, zumal die L 264 seit der Inbetriebnahme der A4-Anschlussstelle Merzenich zu einer immer öfter genutzten Verbindung in und aus dem Kreis Euskirchen geworden ist. Genau das aber tut das NRW-Verkehrsministerium nicht und argumentiert, dass die Verkehrsbelastung in Kelz auf Basis hochgerechneter Zahlen aus der Vergangenheit unterdurchschnittlich für Landstraßen sei.

Ob diese Aussage stimmt, kann nur eine tatsächliche Verkehrszählung belegen, die in Frauwüllesheim 2013 ein selbst für die Experten überraschendes, weil viel höheres Verkehrsaufkommen ergeben hatte. Im Sinne der Gleichbehandlung ist das Ministerium in der Pflicht, verlässliche Zahlen zu liefern.

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