Angela-Gymnasium: Schüler machen Shakespeare zum Mafiosi

Von: Hendrik Buch
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Erst als Beatrice (hier Celina Dubus) und Benedikt (Chiara Schmalz) ihre Masken fallen lassen, finden sie zueinander. Foto: Hendrik Buch

Düren. Das ein oder andere Schauspieltalent blitzte am Wochenende auf, als der Literaturkurs der Q1 des St.-Angela-Gymnasiums Shakespeares‘ „Viel Lärm um Nichts“ aufführte.

Offiziell war zum Theaterdinner geladen, denn in Kooperation mit der Realschule wurde das Stück von einem DreiGänge-Menü in passend italienischer Art begleitet.

Vor den Schauspielproben hatte der Literaturkurs unter der Leitung von Boris Thelen einige Anstrengungen unternommen, um der Vorlage von Shakespeare einen gänzlich neuen Anstrich zu verleihen. Die Idee, auf die man sich schließlich einigte: Eine Verlegung der Szenerie ins Mafiamilieu der 1920er Jahre.

Gut funktionierende Allegorie

So wurde auf St. Angela aus dem Adel „La Familia“ und aus einem mittelalterlichen Feldzug eine Familienintrige. Eine Allegorie, die erstaunlich gut funktionierte. Die Zwanziger hätten sich allerdings noch aus einem anderen Grund förmlich angeboten, weiß Thelen: „Das Stück handelt auch von der Emanzipation, einem großen Thema der liberalen 20er.“

Mit viel Kostümwitz und einem tollen Bühnenbild untermalten die Schülerinnen ihre Aufführungen – von den Effekten, über das Programmheft bis zum Makeup stammte hier alles aus Schülerhand. Insgesamt 27 Schülerinnen waren beteiligt. Das Stück erzählte im neuen Gewand die bekannte Liebesgeschichte. Einerseits die von Hero (Lara-Sophie Holzkamp, Lea Zillgitt) und dem Grafen Claudio (Lisa Pfeiffer), die immer wieder von Don Juan (Marie Spies, Alina Voronin) sabotiert wird. Andererseits die der emanzipierten Beatrice (Celina Dubus, Paola Falvo) und des Benedikts (Chiara Schmalz). Auch neben den Hauptrollen zeigten alle Schülerinnen eine tolle Leistung. Zum Lob gab es den langanhaltenden und wohlverdienten Applaus des Publikums.

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