Angehörige und Wegbegleiter nehmen Abschied von Pfarrer Gombert

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Viele Gläubige nahmen Dienstagmorgen in der Annakirche Abschied von Pfarrer Bernhard Gombert. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. „Herr Pastor, wir mögen Sie.“ Dieser einfache Satz aus Kindermund drückt sehr gut aus, was viele Menschen, die am Dienstag in der Annakirche von Bernhard Gombert Abschied genommen haben, für den Pfarrer empfunden haben.

Dieser Satz steht geschrieben unter dem Foto einer Kindergruppe, das in einem Zimmer von Pfarrer Gombert hing. Messdiener, Kinderchor und Jugendchor waren auf Bildern an dieser Wand zu sehen. Und so waren es junge und alte Menschen, die Dienstagmorgen und in der Totenvesper am Vorabend Abschied von dem beliebten Pfarrer genommen haben. Hans-Otto von Danwitz, Helmut Poqué, Heinz Porz, Raymund Schreinemacher und Edmund Erlemann zelebrierten die Messe.

„Sein Herz brannte für die persönliche Seelsorge“ – so drückte es Bischof Heinrich Mussinghoff in seinem Brief aus, den Weihbischof Karl Reger in der Kirche verlas. „Pfarrer Gombert war ein Seelsorger, der gesprächsbereit und offen auf die Menschen zuging. Er strahlte eine Zuversicht aus, die in den Herzen vieler Menschen Wurzeln schlug.“

Helmut Poqué, ein langjähriger Weggefährte und Freund des Pfarrers, erinnerte in seiner Predigt an das Wirken und das Sein von Bernhard Gombert. „Einer trage des anderen Last“ sei ein Leitspruch des Pfarrers gewesen, der daher auch auf seinem Sterbebildchen zu lesen ist. „Aber diese Last kann nur tragen, wer die Lasten des anderen kennt“, deutete Poqué auf eine der wichtigsten Eigenschaften des Pfarrers. Er habe sich dafür eingesetzt, die Lasten der anderen kennenzulernen – seien es Krankheit oder Trauer, Schuldgefühle, Arbeitsplatzverlust, ein verpasster Schulabschluss, Trennungen oder die Suche nach dem Sinn. „Und er hat Netzwerke aufgebaut, in denen die Menschen einander helfen.“ Poqué erinnerte an die Stiftungen, die Pfarrer Gombert gegründet hat, an Einrichtungen, die er ins Leben gerufen hat.

„Die Kirche war seine Heimat, aber er hat auch an und unter der Kirche gelitten“, sagte Poqué. Jacques Gaillots Spruch, „eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“, habe Gombert unterstrichen. Ihm sei es darum gegangen, Gott zu den Menschen und die Menschen zu Gott zu bringen. „Lacht mit den Lachenden und weint mit den Weinenden“ sei ein Auftrag, den Pfarrer Gombert sehr ernst genommen habe. Schon gegenüber Bischof Hemmerle habe er betont, dass die Pfarrer vor lauter Verwaltungsaufgaben und Gremienarbeit kaum mehr in der Lage seien herauszufinden, welche Menschen gerade lachen und welche weinen.

In der Messe wurde deutlich, was die meisten selbst erlebt haben: Pfarrer Gombert war den Menschen nah. „Das Wort ‚Nein‘ gehörte nicht zu seinem Wortschatz“, sagte Poqué. „Er nahm die Menschen in sein Leben hinein.“ Der Forderung des Papstes, Priester sollten keine Funktionäre, sondern Hirten sein, habe sein Freund voll und ganz entsprochen, sagte Poqué und erinnerte an das Gleichnis vom verlorenen Schaf.

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