Anerkennunsplakette für Kriegsgräberfürsorge Schlich

Von: Christoph Hahn
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Die Pflege des Ehrenfriedhofs Marienbildchen im Meroder Wald liegt ihnen am Herzen: (v.l.) Oberkreisdirektor a.D. Josef Hüttemann, Heinz Peter Maaßen, Ortsvorsteher Albert Trostorf, Bürgermeister Heinrich Göbbels, Wolfgang Held von der Essener Landesgeschäftsstelle der Kriegsgräberfürsorge, Hans-Peter Frauenrath (mit Anerkennungsplakette) und Matthias Heck (mit Urkunde) engagieren sich für den Erhalt. Foto: Hahn

Langerwehe/Schlich/Merode. Ganz nebenbei, kurz vor Schluss der Feierstunde im Amtszimmer des Langerweher Bürgermeisters Heinrich Göbbels, sagt Oberkreisdirektor a. D. Josef Hüttemann den wichtigen Satz: „Der Eifelverein ist nicht nur eine Wandergruppe.“ Was darunter zu verstehen ist, dokumentiert dessen Ortsgruppe Schlich fast jede Woche tatkräftig: Seit zehn Jahren pflegen die Aktiven den Ehrenfriedhof Marienbildchen im Meroder Wald.

Für ihr Engagement nahmen jetzt der Ehrenvorsitzende Hans-Peter Frauenrath und der Vorsitzende Heinz Peter Maaßen mit ihrem Mitstreiter und stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Heck aus der Hand des Bürgermeisters die Anerkennungsplakette des Landesverbands Nordrhein-Westfalen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) entgegen. Den VDK vertrat bei der Übergabe des schweren Bronze-Reliefs Wolfgang Held, Referent in der Essener NRW-Geschäftsstelle.

Die Initiative zur Patenschaft der Schlicher Ortsgruppe für den Friedhof hatte Mitte 2002 Josef Hüttemann in seiner damaligen Eigenschaft als Bezirksvorsitzender Düren-Jülich des Eifelvereins ergriffen. Auf dem Friedhof, der auf Anregung und unter tätiger Mithilfe von Lehrer Josef Gerhards im Waldbesitz der prinzlichen Familie Merode geschaffen wurde, liegen ausschließlich deutsche Soldaten, insgesamt 229 an der Zahl, aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Hans-Peter Frauenrath, ehedem Gerhards‘ Schüler, weiß noch genau, wie es war, als der Friedhof angelegt wurde: „Nachmittags gingen wir dann mit ihm in den Wald und haben die Gräber ausgeschachtet.“ Seit dieser Zeit fühlt sich der jetzige Rentner „stark mit diesem Friedhof verbunden“.

Seit jener Zeit hat sich eine große Arbeitsgruppe gebildet, die mit ihrer engagierten Arbeit auf dem Gelände tief im Voreifeler Wald vieles zum Besseren verändert hat. Wege gepflegt, Baumbestand ausgedünnt, neue Soldatengräber gegraben (denn noch immer werden auf Langerweher Gemeinde-Gebiet Gebeine und Erkennungsmarken gefunden) – das alles und noch mehr gehört zu den Meriten der Schlicher Eifelfreunde.

Das rückte Bürgermeister Heinrich Göbbels bei der Feierstunde ins rechte Licht – und auch das Engagement des Meroder Ortsvorstehers Albert Trostorf, der gleichfalls zugegen war. Vor allem aber legte der Rathaus-Chef Bürgern und Besuchern der Töpfergemeinde einen Besuch auf dem Ehrenfriedhof (der im Ort ausgeschildert ist) ans Herz: „Es lohnt sich, dort mal hinzufahren.“

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