Düren - Anderen einen besonderen Moment ermöglichen

Anderen einen besonderen Moment ermöglichen

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Um 15 Uhr stimmten Schüler und Ehemalige des Stiftischen Gymnasiums unter Leitung von Astrid Michels die Dürener wieder musikalisch vom Turm der Anna-Kirche auf Weihnachten ein. Foto: ja
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Viele Ehrenamtler haben Heiligabend im Papst-Johannes-Haus bei der Bewirtung der Gäste geholfen.

Düren. „Frohe Weihnachten!“ Mit einem Händedruck wurden die Gäste begrüßt, jeder einzeln, von jedem ehrenamtlichen Helfer. Für 160 Menschen war im Papst-Johannes-Haus der Pfarre St. Anna gedeckt, der Saal füllte sich schnell.

Wie in den vergangenen Jahren warteten Heiligabend ein warmes Willkommen, geschmückte Tische und eine warme Mahlzeit auf die Besucher der Weihnachtsfeier für Alleinstehende und alte Menschen. Sie feierten die Geburt Christi, sangen Weihnachtslieder und lauschten der Drehorgel, die von Pfarrer Hans-Otto von Danwitz gespielt wurde.

Organisiert hatte die Feier Roswitha Frenken, die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern erhielt. Am Ende des Abends in Gemeinschaft gab es für jeden Besucher noch eine Tüte mit Lebensmitteln. Das Weihnachtsmenü für 160 Gäste hatte der Caterer der Festhalle Birkesdorf gespendet, auch beim Füllen der Geschenktüten haben Roswitha Frenken und ihr Team viel Hilfsbereitschaft erfahren.

Nicht weit entfernt, im Thomas-Morus-Haus der Gemeinde St. Antonius, wurden die älteren Bewohner des Grüngürtels zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Dort hatten Lieselotte von Ameln und ihr Team alles vorbereitet. Nur zwei Beispiele von vielen, bei denen Menschen Heiligabend etwas sehr Wertvolles verschenkt haben: Zeit und Nächstenliebe.

Fast 30 Ehrenamtler waren im Papst-Johannes-Haus im Einsatz, um die Gäste zu bewirten und ein kleines Rahmenprogramm mit Musik, Gedichten und dem Vorlesen des Weihnachtsevangeliums zu gestalten. „Wir möchten einen besonderen Moment für andere Menschen ermöglichen“, erklärt Magdalena Gaevert, warum sie Heiligabend zum Team der Helfer gehört. Die 20-Jährige und ihr 18 Jahre alter Bruder Johannes waren zum ersten Mal dabei. „Wir möchten etwas zurückgeben“, fügt Johannes Gaevert hinzu.

Über eine Freundin hatte Ann-Marie Müller von der Feier erfahren – und beschlossen, in diesem Jahr auszuhelfen. Vor 27 Jahren ist die Amerikanerin nach Düren gezogen. Der 58-Jährigen ist es wichtig, dass Menschen Weihnachten in Gesellschaft feiern können. Auch wenn der Abend viel Arbeit ist: „Es wärmt einem das Herz“, sagt Ann-Marie Müller. Solche Abende sind ein Geschenk.

Für die musikalische Einstimmung auf Weihnachten hatten bereits am Nachmittag Schüler und Ehemalige des Stiftischen Gymnasiums gesorgt. Zum 53. Mal fand das traditionelle Turmblasen statt. Unter Leitung von Musiklehrerin Astrid Michels stiegen wieder knapp 30 Musiker des Blasorchesters der Schule auf den Turm der Pfarrkirche St. Ana, um in luftiger Höhe klassische und moderne Weihnachtslieder zu spielen – von „Es ist ein Ros entsprungen“ über „Angels Carol“ von John Rutten bis zu „Oh du fröhliche“ und zum traditionellen Abschluss mit „Stille Nacht“. Dabei ließen sie sich auch vom stürmischen Wind auf der Plattform des Turmes nicht abhalten. Viele Dürener hielten einen Moment inne, ehe auch für sie das Weihnachtsfest begann.

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