Düren - Andantions erste Entdeckerreise geglückt

Andantions erste Entdeckerreise geglückt

Von: gkli
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Andantino-Mitglied Anja Leu (li.) schwingt zur Musik der „Trisch Tratsch Polka“ den Staubwedel, die Kids waren fasziniert. Foto: gkli

Düren. Gratulation! Das war eine wunderbare Premiere. „Zauberhaft, sehr liebenswert“, waren Worte, die erwachsene Gäste am Sonntagmittag im Schloss Burgau spontan äußerten. Die gut 50 anwesenden Kinder honorierten das Erlebte auf ihre Weise.

Sie waren während der Vorstellung der Gruppe „Andantino“ mucksmäuschenstill und aufmerksam. Galt es, mitzutanzen oder mitzusingen, dann mussten sie nicht zwei Mal aufgefordert werden. Mit glücklichen Gesichtern und nachdem sie mehrfach herzlichen Applaus gespendet hatten, verließen sie nach gut 60 Mitnuten Aufführungszeit die Vorstellung wieder.

Grandios und effektiv

Das Experiment von Anja Leu (Trompete) und Lisa Klingenburg (Querflöte) war geglückt, die Idee voll aufgegangen. Die beiden studierten Musikerinnen hatten nach ihren Examen gemeinsam ein Konzept entwickelt, das irgendwo schlicht und naheliegend, aber dennoch grandios und effektiv ist. Sie nehmen Elemente der musikalischen Früherziehung, verpacken diese gekonnt mit kurzen, aber hochwertigen Musikstücken aus vielen Bereichen, garnieren das Ganze mit gekonnter Beleuchtung und präsentieren es auf eine hoch sympathische Art und Weise.

Roter Faden der ganzen Geschichte ist der kleine Andantino. In Form einer Stoffpuppe nahm Andantino auf einem Stuhl auf der Bühne Platz und nahm ebenso an der spannenden Reise durch die Welt der Musik teil wie die rund 100 kleinen und großen Besucher. Der Start erfolgte mit dem Andantino-Lied, geschrieben von David Schlünkes. Die schwungvolle Melodie ist leicht zu erlenen und zu singen. Die Hände wandern dabei über den eigenen Körper und nutzen diesen als „Body-Percussion“.

Getrommelt wird auf den Schultern, geklatscht in die Handflächen und gestampft mit den Füßen. Ebenfalls beste Resonanz fand der „Tanz der Ritter“ nach der Musik von Sergei Prokofiev und die „Tritsch Tratsch Polka“, komponiert von Johann Strauß.

Zum Tanz der Ritter stülpte sich Lisa Klingenburg eine Ritterrüstung über. Aufgrund des imaginären Gewichts des silbernen Körperpanzers konnte sich die Musikerin nur sehr langsam und bedächtig zu den Klängen von Bariton und Harfe bewegen.

Da die musikalische Entdeckerreise mit Andantino noch häufiger in Düren in Form einer Konzertreihe stattfinden wird, soll zu jeder Veranstaltung ein Instrument vorgestellt. Auf Schloss Burgau war es eben die Harfe, gezupft von Charlotte Szyplewski. Ganz nebenbei ließ die Harfenistin Informationen zu ihrem Instrument fallen. So besitzt eine Harfe beispielsweise 47 Saiten und kann aufgrund von so genannten „Glissandi“, also gleitend angeschlagenen Tönen, turboschnell gespielt werden.,

Ebenfalls ganz nebenbei zeigten die Aktiven ihr professionelles fachliches Können. Lisa Klingenburg spielte beispielsweise Claude Debussys „Syrinx“ für Flöte Solo, ein beliebtes Prüfungsstück an Musikhochschulen des Landes, in einwandfreier Form.

Am Sonntag, 3. Mai, lädt Andantino wieder zu einer musikalischen Abenteuerreise ein, die dann im Garten von Schloss Burgau stattfinden soll.

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